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Bilderkennung: VDMA bringt Companion Specification zur IoT-Schnittstelle OPC UA

Standardisierte Schnittstellen für die industrielle Bildverarbeitung können auch in Intralogistik-Systemen oder der Nutzung von Drohnen eine Rolle spielen.

Die standardisierte Schnittstelle OPC UA gilt als Enabler für Industrie-4.0-Anwendungen. (Foto: Mimi Potter, Fotolia)
Die standardisierte Schnittstelle OPC UA gilt als Enabler für Industrie-4.0-Anwendungen. (Foto: Mimi Potter, Fotolia)
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Therese Meitinger

Für Industrie-4.0-Anwendungen ist Interoperabilität sowie eine gemeinsame „Sprache“ der Maschinen erforderlich. Eine zentrale Rolle kommt dabei der Schnittstelle OPC UA zu. Am 29. August gab die Initiative VDMA OPC Machine Vision nun bekannt, die Freigabe einer OPC UA Companion Specification zur Bildverarbeitung erteilt zu haben. Entwickelt wurde diese in einer gemeinschaftlichen Initiative der Fachgruppe Machine Vision des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) und der OPC Foundation.

Standardisierte Schnittstellen für die industrielle Bildverarbeitung sind auch für Intralogistik-Systeme oder die Nutzung von Drohnen von Bedeutung. Schließlich gilt Machine Vision als Enabler von Künstlicher Intelligenz. Diese wiederum kommt in Intralogistik-Systemen wie etwa dem vollautomatischen Kommissionierer "Rovolution" des Anbieters TGW zum Tragen. Die Deutsche Telekom hingegen nutzt Drohnen, in denen dank Machine Learning die Bilderkennung so ausgereift ist, dass die Drohne Gegenstände auch identifizieren kann, wenn sie reflektieren oder durch Rost ihr Erscheinungsbild verändern.

Die „OPC UA Companion Specification Part 1“ beschreibt nach Angaben des Verbands eine Abstraktion des generischen Sehsystems, das heißt eine Darstellung eines so genannten „digitalen Zwillings“ des Systems. Es übernimmt demnach die Verwaltung von Rezepten, Konfigurationen und Ergebnissen auf standardisierte Weise, während die Inhalte herstellerspezifisch bleiben und als Blackbox behandelt werden.

Digitaler Zwilling des Systems

Laut VDMA ermöglicht er die verallgemeinerte Steuerung eines Vision-Systems und abstrahiert das notwendige Verhalten über das Konzept einer „State Machine“. Eine Testimplementierung sei bereits erfolgreich abgeschlossen, so der Verband. Derzeit werde ein Hardware-Demonstrator entwickelt.

Darüber hinaus etabliert Part 1 nach Verbandsangaben eine Art Infrastrukturschicht, die eine vereinfachte und einheitliche Integration aller möglichen Bildverarbeitungssysteme in übergeordnete IT-Produktionssysteme (SPS, SCADA, MES, ERP, Cloud …) ermöglicht. Ziel sei, dass über Part 1 hinaus andere proprietäre Elemente zerlegt und durch standardisierte Informationsstrukturen und Semantiken wie Konfigurations-, Rezept- und Ergebnisinformationen ersetzt werden, so der VDMA.

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