Bilanz: Witron erreicht zehn Prozent mehr Umsatz in 2019

Außerdem stellte der Intralogistiker 500 zusätzliche Mitarbeiter ein.

Der Neubau am Firmenhauptsitz von Witron in Parkstein, soll zum 50-jährigen Firmenjubiläum in 2021 fertiggestellt werden. (Foto: Witron)
Der Neubau am Firmenhauptsitz von Witron in Parkstein, soll zum 50-jährigen Firmenjubiläum in 2021 fertiggestellt werden. (Foto: Witron)
Melanie Endres

Neue Projekte und Kunden, Umsatzsteigerung, 500 neue Mitarbeiter sowie strategische Investitionen in die Zukunft – So lässt sich das Geschäftsjahr 2019 von Witron Logistik + Informatik GmbH zusammenfassen, heißt es in der kürzlich erschienenen Mitteilung des Parksteiner Generalunternehmers. Den Angaben zufolge gelang es Witron 2019, viele Projekte in Europa und Nordamerika zu realisieren. Die Aufträge kommen demnach aus dem gesamten Handelsspektrum –Food als auch NonFood – sowohl stationäres Filialgeschäft als auch dem Online-Handel. Erstmals sollen laut Mitteilung auch zwei Logistikzentren für einen australischen Kunden umgesetzt werden. Zudem war die Vertragsunterzeichnung für ein Omnichannel-Distributionszentrum des schwedischen Retailers Axfood nahe Stockholm für Witron der größte Einzelauftrag in der fast 50-jährigen Firmengeschichte.

Hoher Auftragseingang

Die Konsequenz der Auftragslage war eine Umsatzsteigerung von 546 Millionen Euro auf 600 Millionen Euro, so die Angaben. Der Auftragseingang konnte laut Witron von 2018 auf 2019 sogar um über 50 Prozent gesteigert werden. Als Erfolgsgrundlage sehe das Unternehmen hier vor allem „seinen technologischen Wettbewerbsvorsprung in der Logistik des Lebensmitteleinzelhandels sowie die termingerechte und sichere Umsetzung von Kundenprojekten“.

Zukunftsweisende Projekte

Weiter heißt es in der Mitteilung: „Darüber hinaus gelang es erfolgreich, zukunftsweisende Themen aktiv anzugehen und ganzheitlich in die Witron-Systeme einzubetten. Dazu zählen Punkte wie multifunktionale Omnichannel-Plattformen, End-to-End-Integration von Ökosystemen, Nutzung von KI-Anwendungen sowie das Thema Nachhaltigkeit – beginnend bei der Arbeitsplatz-Ergonomie, über eine optimal bedarfsgerechte Store-Versorgung, Reduzierung des Abfalls entlang der gesamte Supply Chain, bis hin zur signifikanten CO2-Reduktion.“

300 Lehrlinge in 18 Ausbildungsberufen

Wie das Unternehmen mitteilte wurden national und international gut 500 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen, so dass das Familienunternehmen weltweit bereits 4.000 Mitarbeiter beschäftigt – davon rund 1.800 am Firmenhauptsitz in Parkstein in der nördlichen Oberpfalz. Um dem Fachkräftemangel erfolgreich zu begegnen, ist und bleibt die Ausbildung laut Pressemitteilung eine wichtige Säule der Firmenphilosophie. Daher wurden im vergangenen Jahr 100 neue Auszubildende eingestellt – ein Rekordwert, so das Unternehmen. In Summe beschäftigt Witron demnach zurzeit beinahe 300 Lehrlinge in 18 Ausbildungsberufen.

Verdoppelung der Produktionskapazitäten

Wegen einer strategischen Investitionsentscheidung rollen außerdem seit Ende 2019 die Bagger, um die Produktion am Standort Parkstein um weitere 120.000 Quadratmeter zu vergrößern. Die Inhaberfamilie Winkler setze damit ein weiteres signifikantes Zeichen für den Standort und die Region. Der Invest dafür beträgt nach Unternehmensangaben circa 160 Millionen Euro. Nach geplanter Fertigstellung – pünktlich zum 50-jährigen Firmenjubiläum im Jahr 2021 – wird die komplette Witron-Produktionsfläche dann über 212.000 Quadratmeter umfassen.

Johannes Meißner verstärkt die Geschäftsführung

Vergrößert wird ebenfalls das Geschäftsführungs-Team des System-Integrators, heißt es weiter. Mit Wirkung zum 01. Januar 2020 verstärkt Johannes Meißner die Geschäftsführung. Als technischer Geschäftsführer ist der 53-jährige Diplomingenieur mit der Fachrichtung Nachrichtentechnik, der bereits seit über 30 Jahren im Unternehmen beschäftigt ist, in der Witron GmbH für die Projektabwicklung inklusive der IT- und PLC-Systeme verantwortlich, so die Meldung. Zentrale Motivation für diese Entscheidung war laut Witron das enorme Unternehmens- und Mitarbeiterwachstum in allen Geschäftsbereichen der Witron-Gruppe sowie immer komplexer werdende Kundenanforderungen hinsichtlich der „End-to-End-Integration“ von Logistikzentren in eine durchgängig intelligente Supply-Chain.

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