Bilanz 2021: K+S schafft Turnaround mit einem Ergebnis von 2,22 Milliarden Euro

Der Düngemittelanbieter K+S hat im Geschäftsjahr 2021 einen Turnaround vollzogen: Das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern stieg von minus 1,92 Milliarden Euro im Jahr 2020 auf 2,22 Milliarden Euro im Jahr 2021.

Der Vorstandsvorsitzende von K+S, Dr. Burkhard Lohr, erläutert bei der Bilanzpressekonferenz die Neuausrichtung des Unternehmens. (Bild: K+S)
Der Vorstandsvorsitzende von K+S, Dr. Burkhard Lohr, erläutert bei der Bilanzpressekonferenz die Neuausrichtung des Unternehmens. (Bild: K+S)
Gunnar Knüpffer

K+S hat im Geschäftsjahr 2021 einen Turnaround geschafft: Lag das bereinigte Konzernergebnis 2020 bei minus 1,92 Milliarden Euro, stieg es 2021 auf 2,22 Milliarden Euro an. Das teilte das Unternehmen auf seiner Bilanzpressekonferenz am 10. März mit.

Gleichzeitig steigerte K+S sein  EBITDA um 262 Prozent auf 969 Millionen Euro. Dabei ist ein Sonderertrag von dem Gemeinschaftsunternehmen REKS in Höhe von 219 Millionen Euro enthalten, 2020 betrug dieser 267 Millionen Euro. Der Umsatz wuchs 2021 um 32 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro.

„Mit dem Verkauf der Operativen Einheit Americas haben wir uns wie geplant deutlich entschuldet“, sagte der Vorstandsvorsitzende von K+S, Dr. Burkhard Lohr. „Die damit einhergehende Neustrukturierung unserer Organisation macht uns schlanker, effizienter und entlastet unsere Kostenbasis.“

Kurz vor Jahresende sei es K+S zudem gelungen, den Zusammenschluss der Entsorgungsaktivitäten im neuen Gemeinschaftsunternehmen REKS erfolgreich abzuschließen.

„Dies war zugleich ein Baustein der strategischen Neuausrichtung von K+S, nachdem wir im Herbst unsere neue Unternehmensstrategie beschlossen und vorgestellt hatten“, sagte Lohr. Auch sei das Verfahren bei der DPR und der BaFin beendet worden. Die endgültigen Feststellungen hätten keine Wertanpassungen in ihren Abschlüssen ausgelöst.

Im Kundensegment Landwirtschaft stieg der Umsatz im Geschäftsjahr 2021 um 34 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro (2021: 1,7 Milliarden) an. Dies lag nach Angaben von K+S hauptsächlich an signifikant gestiegenen Durchschnittspreisen (+28 Prozent) sowie an der um rund 300.000 Tonnen auf 7,62 Millionen Tonnen gesteigerten Absatzmenge.

Das Kundensegment Industrie weist mit 941 Millionen Euro einen um 29 Prozent höheren Umsatz im Jahr 2021 (2020: 731 Millionen Euro) aus. Insbesondere eine starke Nachfrage im Auftausalzgeschäft und der Chemieindustrie sowie höhere Preise bei Industriekali seien für die Entwicklung verantwortlich, teilte das Unternehmen mit.

Für das laufende Geschäftsjahr rechnet das Unternehmen, wie es bereits vorab berichtet hatte, mit einem Anstieg des operativen Ergebnisses EBITDA auf 1,6 bis 1,9 Milliarden Euro. Es dürfte sich damit im Vergleich zum Vorjahreswert (ohne REKS-Einmaleffekt) mehr als verdoppeln. Aufgrund des weiterhin günstigen Marktumfelds im Kundensegment Landwirtschaft geht K+S erneut von einem starken Anstieg des Durchschnittspreises im Produktportfolio aus. Auch die Absatzmenge dürfte erneut leicht steigen.

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