Bilanz 2021: Kion Group meldet Rekord beim Auftragseingang

Außerdem ist der Umsatz des Intralogistikspezialisten um 23,4 Prozent auf 10,294 Milliarden Euro gestiegen.

Rob Smith hat zum 1. Januar 2022 den Kion-Vorstandsvorsitz von Gordon Riske übernommen. (Foto: Kion)
Rob Smith hat zum 1. Januar 2022 den Kion-Vorstandsvorsitz von Gordon Riske übernommen. (Foto: Kion)
Therese Meitinger

Die Kion Group AG hat 2021 trotz der angespannten Situation auf den Beschaffungsmärkten ein erfolgreiches Geschäftsjahr abgeschlossen. Das meldete der Hersteller von Flurförderzeugen sowie Robotik und Automatisierungstechnologien für die Intralogistik am 3. März.

„Im Geschäftsjahr 2021 ist die Kion Group mit hoher Dynamik gewachsen und hat die Einbußen im Coronajahr 2020 in fast allen Bereichen mehr als kompensiert“, bilanziert CEO Rob Smith, der zum 1. Januar 2022 den Kion-Vorstandsvorsitz von Gordon Riske übernommen hat.

Als Komplettanbieter mit starker weltweiter Verankerung habe der Konzern 2021 erfolgreich genutzt und seine Ziele voll erreicht sowie beim Auftragseingang deutlich übertroffen, so Smith weiter.

Der wertmäßige Auftragseingang von Kion übertraf nach Unternehmensangaben mit 12,482 Milliarden Euro den Vorjahreswert (9,443 Milliarden Euro) um 32,2 Prozent. Dieser deutliche Anstieg habe insbesondere auf dem Segment Industrial Trucks & Services (ITS) beruht, das mit einem Plus von 40,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr auch das Vorkrisenniveau von 2019 übertroffen habe, heißt es.

Das Segment Supply Chain Solutions (SCS) hat Kion zufolge den Auftragseingang ebenfalls gesteigert – und zwar um 18,5 Prozent auf 4,329 Milliarden Euro (Vorjahr: 3,655 Milliarden Euro). Der Auftragsbestand des Konzerns erhöhte sich demnach – auch bedingt durch vorgezogene Kundenbestellungen im Segment ITS – von 6,659 Milliarden Euro zum Jahresende 2021 (Vorjahr: 4,441 Milliarden Euro). Auch der Konzernumsatz wuchs nach Unternehmensangaben im zurückliegenden Geschäftsjahr 2021 um 23,4 Prozent auf 10,294 Milliarden Euro (Vorjahr: 8,342 Milliarden Euro) – und überstieg damit erstmals die Zehn-Milliarden-Euro-Marke.

Höhere Materialpreise und Logistikkosten machen sich bemerkbar

Durch den Volumenanstieg und unterstützt durch Einsparungen aus Effizienz- und Kostenmaßnahmen habe das EBIT bereinigt überproportional zugenommen, so das Unternehmen. Das EBIT bereinigt erhöhte sich demnach um 53,9 Prozent auf 841,8 Millionen Euro. Die EBIT-Marge bereinigt verbesserte sich deutlich auf 8,2 Prozent (Vorjahr: 6,6 Prozent), erreichte damit allerdings noch nicht wieder das Niveau vor der Coronapandemie. Deutlich höhere Materialpreise und Logistikkosten sowie Ineffizienzen aus Liefer- und Ressourcenengpässen wirkten sich laut Kion negativ auf die Margenentwicklung aus. Die Bruttomarge von Kion blieb daher insgesamt im Vergleich zum Vorjahr mit 24,5 Prozent (Vorjahr: 24,5 Prozent) nahezu unverändert.

Das Konzernergebnis übertraf nach Unternehmensangaben mit 568,0 Millionen Euro den Vergleichswert 2020 (210,9 Millionen Euro) deutlich und lag auch über dem Wert von 2019. Neben der Umsatzsteigerung bei einem moderaten Anstieg der Funktionskosten wirkten sich demnach das verbesserte Zinsergebnis sowie positive Einmaleffekte aus Plananpassungen bei den Pensionsverpflichtungen erhöhend auf das Konzernergebnis aus.

Der Free Cashflow summierte sich auf 543,8 Millionen Euro (Vorjahr: 120,9 Millionen Euro) und erhöhte damit die Finanzkraft des Konzerns. Dazu habe vorrangig das verbesserte operative Ergebnis der Kion Group beigetragen, heißt es. Begrenzt wurde der Anstieg nach Firmenangaben durch höhere Auszahlungen für Investitionen in den Ausbau und die Modernisierung der Produktionsstandorte sowie den Aufbau des Net Working Capital im Jahresverlauf.

Volumeneffekte sowie die fortwährend angespannte Zuliefersituation führten bis zum Jahresende zu einem deutlichen Vorratsaufbau insbesondere im Segment ITS.

Aufgrund dieser insgesamt sehr erfreulichen Geschäftsentwicklung sei das im Vorjahr im Zusammenhang mit der Coronapandemie eingeleitete Kapazitäts- und Strukturprogramm in Bezug auf Personalmaßnahmen zur Kapazitätsreduzierung angepasst worden, heißt es. Die Kion Group fokussiere sich somit künftig auf das Strukturprogramm mit den dazugehörigen Effizienzmaßnahmen.

Die Zahl der weltweit Beschäftigten ist laut der Bilanz im Jahresverlauf um 3.395 (+9,4 Prozent) auf 39.602 (Vollzeitäquivalente) gestiegen.

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