Bierlogistik: Heineken setzt auf Einride

Die Brauerei Heineken und das Frachttechnologieunternehmen Einride wollen mit dem Einsatz von fünf Mercedes eActros 300 beim Biertransport die CO2-Emissionen verringern.

Heineken und sein neuer Partner Einride wollen durch den Einsatz von Elektro-Lkw künftig rund 930 Tonnen CO2-Emissionen auf der Route zwischen Den Bosch (Niederlande) und Duisburg einsparen. (Foto: Heineken Deutschland)
Heineken und sein neuer Partner Einride wollen durch den Einsatz von Elektro-Lkw künftig rund 930 Tonnen CO2-Emissionen auf der Route zwischen Den Bosch (Niederlande) und Duisburg einsparen. (Foto: Heineken Deutschland)
Matthias Pieringer
(erschienen bei Transport von Daniela Sawary-Kohnen)

Heineken möchte zusammen mit seinem neuen Partner Einride die Frachtmobilität grenzübergreifend neu gestalten, wie die Brauerei kürzlich mitteilte. Durch den Einsatz von Elektro-Lkw, die mit erneuerbarem Strom betrieben werden, sollen auf der Route zwischen der Heineken-Brauerei in Den Bosch in den Niederlanden und dem Zentrallager in Duisburg künftig 930 Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr eingespart werden. Die Brauerei und das Frachttechnologieunternehmen Einride wollen damit nach eigenen Angaben die Dekarbonisierung der Lieferkette vorantreiben.

Paul Groen, Supply Chain Director bei Heineken Deutschland, sagte: „Die Reduktion von CO2-Emissionen ist eine der größten Herausforderungen in der Logistik. Mit dem Einsatz der Elektro-Lkw zwischen Den Bosch und Duisburg dekarbonisieren wir eine der am stärksten befahrenen Routen in unserem europäischen Streckennetzwerk. Wir gehen damit einen wichtigen Schritt hin zu einer zukunftsfähigen und nachhaltigeren Logistik.“

Eine Flotte von fünf Mercedes eActros 300 soll dafür täglich zehn volle Lkw-Ladungen (rund 540 Kilometer pro Lkw) transportieren, was den Angaben zufolge zu einer potenziellen CO2-Einsparung von rund 930 Tonnen pro Jahr führt. Geladen werden die E-Lkw an beiden Standorten der Route mit erneuerbarer Energie. Der Einsatz der E-Lkw stehe im Einklang mit dem Ziel von Heineken, bis 2040 in der Wertschöpfungskette netto null CO2-Emissionen zu erreichen, wobei die Logistik zwölf Prozent des gesamten CO2-Fußabdrucks ausmache, hieß es.

Arjen van der Woude, Director Strategic Sourcing Supply Chain bei Heineken: „Die Dekarbonisierung der Logistik spielt eine Schlüsselrolle bei der Erreichung der Netto-Null-Verpflichtungen von Heineken. In diesem Stadium sind batteriegeladene Fahrzeuge eine der am besten entwickelten Technologien, um den Straßengüterverkehr zu dekarbonisieren. Einride verfügt über das Wissen, das Netzwerk und die Erfahrung, um langfristige elektrifizierte End-to-End-Frachtkapazität-Services zu wettbewerbsfähigen Konditionen anzubieten. Wir freuen uns, dass wir einen großartigen Partner gefunden haben, der die Logistik in kritischen Teilen unseres Netzwerks reibungslos organisiert und dafür Behörden, Ladeinfrastruktur und Unternehmen zusammenbringt.“

Routenoptimierung mit künstlicher Intelligenz

Die erste Phase des Projekts beinhaltet laut den beiden Unternehmen die vollständige Einführung des Einride-Angebots. Dies umfasst den Einsatz von Elektro-Lkw, die mit erneuerbarer Energie betrieben werden, die Einrichtung der Ladeinfrastruktur und die Integration des KI-gesteuerten Betriebssystems Einride Saga, das das gesamte Ökosystem steuert.

Die durch Saga integrierte Schnelllade-Infrastruktur, die für den Betrieb der Strecken aufgebaut wurde, basiert auf der Kempower-Ladelösung. Auf der Grundlage datengestützter Erkenntnisse soll Saga die Routen optimieren, den Energieverbrauch minimieren und die Emissionsreduzierung genau überwachen.

Robert Ziegler, General Manager EMEA bei Einride: „Einride, mit seinem ehrgeizigen und auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Team, sieht Heineken als idealen Partner auf einem klar definierten Weg zur Reduzierung von Emissionen. Heinekens Maßnahmen auf dem Weg zu Netto-Null-Emissionen umfassen die gesamte Wertschöpfungskette, daher freuen wir uns, mit der gemeinsamen Elektrifizierung der länderübergreifenden Route einen wichtigen Bestandteil beizutragen.“

Schon früher hatte hatte das Unternehmen seine Geschäftspartner dabei unterstützt, die CO2-Emissionen durch den Einsatz batteriebetriebener Fahrzeuge um bis zu 95 Prozent im Vergleich zur Verwendung dieselbetriebener Alternativen zu reduzieren. Die Partnerschaft mit Heineken markiere den Beginn einer gemeinsamen Ambition, Emissionen weiter zu verringern und den Betrieb, Fahrer sowie Geschäfte länderübergreifend zu fördern, hieß es. Darüber hinaus gebe es Pläne, die Partnerschaft in naher Zukunft auf zusätzliche Länder auszuweiten