BG Verkehr: Infektionsrisiko fürs Fahrpersonal senken

BG Verkehr veröffentlicht im Zuge der Coronavirus-Krise einen Fragen- und Antwortenkatalog.

(Symbolbild; Foto: industrieblick/AdobeStock)
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Matthias Pieringer

Der Güterkraftverkehr und andere in der Berufsgenossenschaft Verkehr versicherte Branchen der Verkehrswirtschaft nehmen in der Coronavirus-Krise eine Schlüsselrolle für die unterbrechungsfreie Versorgung der Bevölkerung ein, wie die BG Verkehr am 16. März in Hamburg meldete. Dazu müssen sich laut BG Verkehr Mitarbeitende der Unternehmen auch in Risikogebiete begeben. Aufgabe der Unternehmen sei es, die Mitarbeitenden bestmöglich vor einer Infektion durch das Coronavirus zu schützen.

„Es gelten dafür zunächst einmal die Empfehlungen des Robert Koch Institutes (RKI) und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Im Arbeitsalltag sind Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit kompetente Ansprechpartner“, sagte Dr. Jörg Hedtmann, Präventionsleiter der BG Verkehr.

Online abrufbar: Fragen- und Antwortenkatalog zur Coronavirus-Krise

Für die Verkehrsbranche mit ihren spezifischen Fragestellungen hat die BG Verkehr einen Fragen- und Antwortenkatalog auf Ihrer Website veröffentlicht: https://www.bg-verkehr.de/coronavirus-tipps-fuer-unternehmen-der-verkehrswirtschaft-und-ihre-beschaeftigten. Der Katalog werde permanent erweitert und aktualisiert.

Kontakte möglichst vermeiden

Ein Hinweis für Transportunternehmen: Bei Lade- und Entladestellen sollten die Fahrer, der BG Verkehr zufolge, möglichst keinen Kontakt zu Mitarbeitenden des Warenempfängers beziehungsweise Versenders haben. Kontakte an der Laderampe sollten demnach ebenso vermieden werden wie ein direkter Kontakt bei der Abfertigung der Frachtpapiere. „Darauf sollten die Verantwortlichen in den Transportunternehmen in Abstimmung mit den Kunden hinwirken. Aus Risikogebieten zurückkehrendes Fahrpersonal sollte wiederum keinen persönlichen Kontakt zur restlichen Belegschaft haben. Treten innerhalb von 14 Tagen nach der Rückkehr gesundheitliche Beschwerden wie Husten oder Fieber auf, sollten sich die Fahrer umgehend beim Gesundheitsamt und beim Arzt melden“, teilte die BG Verkehr mit.

Hygiene wichtig

Bei wechselnden Fahrzeugbesetzungen komme, so die BG Verkehr, aufgrund der erhöhten Infektionsgefahr der Hygiene eine große Bedeutung zu. „Das Fahrpersonal sollte selbstverständlich eigene Laken, Decken und Handtücher verwenden, die nach Tourende bei mindestens 60 Grad Celsius gründlich gereinigt werden. Oberflächen sollten nach Fahrtende gründlich gereinigt werden. Dazu ist kein Desinfektionsmittel nötig, sondern es reicht ein normaler Haushaltsreiniger. Die Mitgabe von Desinfektionsmitteln auf die Tour ist nur dann empfehlenswert, wenn der Fahrer beziehungsweise die Fahrerin keine Möglichkeit hat, sich unterwegs die Hände zu waschen“, heißt es in der Mitteilung.

In verschiedenen Medien sei zu lesen, so die BG Verkehr, dass das Coronavirus bis zu drei Tage auf Flächen aus Metall, Kunststoff et cetera nachweisbar ist. Allerdings seien bislang keine Fälle bekannt geworden, bei denen es zu einer Infektion durch Berühren von Oberflächen importierter Waren oder Paket- und Postsendungen gekommen ist.

Eine Infektion mit dem Coronavirus, über Oberfl ächen, die nicht zur direkten Umgebung eines symptomatischen Patienten gehören, erscheint daher der BG Verkehr zufolge „sehr unwahrscheinlich“, die Einhaltung der Regeln zum Händewaschen (20 bis 30 Sekunden) und die Vermeidung von Gesichtskontakten mit der Hand könnten das Infektionsrisiko in jedem Fall weiter mindern.

Gesetzliche Unfallversicherung

Die BG Verkehr ist die gesetzliche Unfallversicherung für die Verkehrswirtschaft, Post-Logistik und Telekommunikation. Bei ihr sind rund 1,7 Millionen Menschen versichert. Sie berät in den fast 200.000 Mitgliedsunternehmen zur Prävention und sorgt nach Arbeitsunfällen und bei Berufskrankheiten für die Behandlung, Rehabilitation und Entschädigung ihrer Versicherten.

 

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