Bestandsmanagement: Poco vertraut auf Remira

Mithilfe einer Schnittstellenerweiterung der Software „LOGOMATE“ konnte der Möbelhändler ein weiteres Regionallager in Niedersachsen in Betrieb nehmen.

Der Möbelanbieter Poco nutzt die Remira-Software LOGOMATE, um seine Bestände zu kontrollieren. (Foto: Poco)
Der Möbelanbieter Poco nutzt die Remira-Software LOGOMATE, um seine Bestände zu kontrollieren. (Foto: Poco)
Sandra Lehmann

Die Bestandsmanagementsoftware „LOGOMATE“ des Anbieters Remira ist seit mehr als zehn Jahren bei der Möbelhauskette Poco im Einsatz. Nun ist es über eine Schnittstellenerweiterung des Systems gelungen, einen neuen Lagerstandort im niedersächsischen Walsrode/Bomlitz in Betrieb zu nehmen. Das berichtet Remira in einer aktuellen Pressemitteilung.

LOGOMATE unterstützt demnach bei Poco die tägliche Bestandsplanung von mehr als zwei Millionen Stock Keeping Units und ist das Werkzeug für die Planung und Steuerung der Warenflüsse vom Importlager über verschiedene Regionallager und Verbundlager bis hin zu den einzelnen Filialen. Hierbei unterstütze die Software die Mengeneinteilungen in allen Stufen.

„Nur durch den Einsatz dieser Lösung ist es möglich, dass diese anspruchsvolle Aufgabe von 15 Mitarbeitern erledigt wird. Neben der normalen Nachdisposition von Waren hilft LOGOMATE auch bei der Verteilung von großen Einkaufsmengen einzelner Posten auf die Filialen. So wird immer bedarfsgerecht verteilt und der Warenfluss optimal gesteuert“, erklärt Daniel Reimann, Abteilungsleiter Disposition bei Poco.

Durch die Prozessoptimierung mit REMIRA LOGOMATE erzielte Poco nach Aussagen des IT-Anbieters eine Verfügbarkeit von rund 95 Prozent bei gleichzeitig sinkenden Beständen und konnte mithilfe des Zusatzmoduls „LM PUSH“ auch die Verteilung der Waren auf die einzelnen Lager verbessern. Die Mitarbeiter seien insbesondere bei der wöchentlichen Bedarfsermittlung sowie in der internen Warenverteilung von den Zentrallagern an die Märkte entlastet worden. Die klassische Disposition erfolge pro Lieferant im wöchentlichen, 14-tägigen oder dreiwöchigen Rhythmus.

Besonders wichtig bei der Planung und Kalkulation innerhalb der Software sei das reibungslose Zusammenspiel mit weiteren wesentlichen Komponenten innerhalb der Systemlandschaft von Poco. Durch eine Optimierung der Schnittstellen mit Remira könne der Aufschaltungsprozess neuer Lager zukünftig dynamischer und effizienter gestaltet und von Poco selbstständig umgesetzt werden. Bislang konnte in LOGOMATE einem Lagerstandort nur ein Lagertyp mitgegeben werden, also Regionallager oder Zentrallager. Durch die Schnittstellenerweiterung ist es nun möglich, einem Lagerstandort für Möbel und Fachsortiment jeweils einen eigenen Lagertyp mitzugeben.

„Dadurch disponieren wir Großelektro für alle Filialen in Bomlitz, die Möbel aber nur für die als Regionallager angeschlossenen Märkte. Die Lagertypen-Anpassung lässt sich nun auch für jeden Standort durch uns als User ändern und nach einer Verarbeitung über Nacht ist der neue Lagertyp in LOGOMATE hinterlegt. Das schafft enorm viel Flexibilität. Zudem sind wir besonders stolz darauf, an der Schnittstelle zum Warenwirtschaftssystem ‚MOEVE‘ viel mit eigenem Know-how entwickelt zu haben“, sagt Joachim Leuenberger, Abteilungsleiter IT bei Poco.

Das neue Lager in Bomlitz diene als Multifunktionslager. So konnte ein reines Großelektro-Lager in Leinefeld aufgelöst werden, weil diese Artikel nun in Form eines Zentrallagers für alle Märkte ebenfalls in Bomlitz abgewickelt werden. Parallel ist Bomlitz ein Regionallager, das bis zu 15 Märkte mit Möbelware bedient, und auch das Onlinelager für Zwei-Mann-Handling-Artikel.