Behälterlager: DHL Supply Chain startet für Peek & Cloppenburg Düsseldorf Roboterkommissionierung

Die Waren von Peek & Cloppenburg Düsseldorf werden künftig durch ein „AutoStore“-System, das Element Logic installiert hat, bereitgestellt. DHL Supply Chain hatte sein Logistikzentrum in Staufenberg automatisieren lassen.

Ricardo Carballo, Geschäftsführer der Mode Logistik GmbH & Co. KG, Rainer Haag, CEO DHL Supply Chain Germany & Alps, und Marco Rebohm, Geschäftsführer Mode Logistik GmbH & Co. KG, (v.l.n.r.) eröffnen das AutoStore-Lager am Standort Staufenberg, den DHL Supply Chain für Peek & Cloppenburg Düsseldorf betreibt. (Bild: Cornelis Gollhardt)
Ricardo Carballo, Geschäftsführer der Mode Logistik GmbH & Co. KG, Rainer Haag, CEO DHL Supply Chain Germany & Alps, und Marco Rebohm, Geschäftsführer Mode Logistik GmbH & Co. KG, (v.l.n.r.) eröffnen das AutoStore-Lager am Standort Staufenberg, den DHL Supply Chain für Peek & Cloppenburg Düsseldorf betreibt. (Bild: Cornelis Gollhardt)
Gunnar Knüpffer

Im Logistikzentrum von Peek & Cloppenburg Düsseldorf im niedersächsischen Staufenberg sortieren künftig 160 Roboter vollautomatisch die Modebestellungen von Kunden in ganz Deutschland. DHL Supply Chain, der auf Kontraktlogistik spezialisierte Geschäftsbereich von Deutsche Post DHL Group, hat für seinen Kunden, eine voll automatisierte Roboterkommissionierung in Betrieb genommen, teilte Peek & Cloppenburg am 18. Januar in einer Presseaussendung mit. Das 6.000 Quadratmeter große „AutoStore“-System des Robotikspezialisten Element Logic ist den Angaben zufolge eines der größten vollautomatischen Lager-und Bereitstellungssysteme in Deutschland. Es befindet sich in einer der fünf Hallen mit je 10.000 Quadratmetern und 50 Verladetoren des Logistikzentrums, welches DHL Supply Chain für verschiedene Kunden betreibt.

Aus Staufenberg heraus wickelt DHL Supply Chain unter anderem das deutschlandweite E-Commerce-Geschäft des Modehändlers ab und versendet außerdem Bekleidung an Endkunden in Österreich, Polen und den Niederlanden. Dies umfasst den Eingang von Neuware und Retouren, die Lagerung der 3,5 Millionen Modeartikel, die Kommissionierung der Bestellungen, die Verpackung sowie den Versand der Waren an die Endkunden.

DHL Supply Chain verkürzt die Durchlaufzeiten

Das AutoStore-System ermöglicht eine platzsparende Lagerung und vollautomatische Kommissionierung der Artikel. Es besteht aus einem Aluminiumrahmen, in dem der Warenbestand in 196.000 Kunststoffbehältern auf 16 Ebenen übereinander gestapelt und gelagert wird. Über den Behältern bildet der Aluminiumrahmen das sogenannte Grid, auf dem 160 Roboter die bestellten Waren vollautomatisch entsprechend den individuellen Bestellungen zusammenstellen. An 21 sogenannten Ports wird die Ware dann durch die Mitarbeitenden weiterverarbeitet und für den Versand vorbereitet.

Mithilfe des AutoStore-Systems wird der Warenbestand durchgängig kontrolliert und eine hohe Effizienz bei der Ein- und Auslagerung soll laut DHL Supply Chain erzielt werden. Durch das Zusammenspiel der flexiblen und modular erweiterbaren Robotiklösung und den vor Ort tätigen Mitarbeitenden würden die Durchlaufzeiten der einzelnen Kundenbestellungen vom Zeitpunkt der Bestellung bis zum Versand verkürzt, die betriebliche Effizienz verbessert und die Arbeitsabläufe für die Beschäftigten erleichtert.
 

„Das neue AutoStore-Lagersystem in Staufenberg ermöglicht es uns, die Bedürfnisse und Erwartungen unserer Kunden noch besser zu erfüllen und mit einer höheren Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit den stetig wachsenden Bestellungen gerecht zu werden“, sagte Marco Rebohm, Geschäftsführer der Mode Logistik GmbH & Co. KG, die als Tochtergesellschaft der Peek & Cloppenburg Unternehmensgruppe die Logistik des Multimarken-Modehändlers betreut. „Für unsere Vision, bis 2026 führender Multibrand-Omnichannel-Händler in Europa für Mode zu werden, haben wir damit einen wichtigen Meilenstein gelegt.“

„E-Commerce ist einer unserer strategischen Wachstumssektoren bei DHL Supply Chain“, ergänzte Rainer Haag, CEO DHL Supply Chain Germany & Alps. Daher sei diese Implementierung ein weiterer wichtiger Baustein bei der Expansion in diesem Bereich und im Hinblick auf ihre Automatisierungsstrategie. Der Standort Staufenberg sei zudem sehr verkehrsgünstig gelegen und bietet ihnen eine unmittelbare Anbindung an die Schwesterdivisionen DHL Paket und DHL Express. So können sie erreichen, dass 85 Prozent der Pakete in der Regel schon am nächsten Tag bei ihren Empfängern in Deutschland sind.

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