Behälter-Kompaktlager: Jungheinrichs PowerCube feiert Weltpremiere auf der LogiMAT

Der neue „PowerCube“ von Jungheinrich ist ein automatisiertes Behälter-Kompaktlager für die Lagerung und Kommissionierung von Kleinteilen und Stückgut.

Jungheinrich PowerCube: Die Behälter werden in dem modularen Regalsystem in vertikalen Kanälen bis zu zwölf Meter hoch übereinandergestapelt. (Bild: Jungheinrich)
Jungheinrich PowerCube: Die Behälter werden in dem modularen Regalsystem in vertikalen Kanälen bis zu zwölf Meter hoch übereinandergestapelt. (Bild: Jungheinrich)
Matthias Pieringer

Jungheinrich präsentiert auf der Intralogistik-Fachmesse LogiMAT 2022, die vom 31. Mai bis 2. Juni in Stuttgart stattfindet, in einer Weltpremiere das automatisierte Behälter-Kompaktlager „PowerCube“. Wie Jungheinrich (Halle 9, Stand B05) am Eröffnungstag der LogiMAT mitteilte, handele es sich beim PowerCube um ein automatisiertes Behälter-Kompaktlager für die besonders kompakte Lagerung und Kommissionierung von Kleinteilen und Stückgut.

Ein- und Auslagern mit PowerCube-Shuttles

Die Behälter werden in dem modularen Regalsystem des PowerCubes in vertikalen Kanälen bis zu zwölf Meter hoch übereinandergestapelt. Diese Systemhöhe ermöglicht Jungheinrich zufolge eine besonders platzeffiziente Behälterlagerung auf kleinster Fläche. Das Ein- und Auslagern der Behälter übernehmen speziell entwickelte PowerCube-Shuttles, die sich automatisch unterhalb des Regalsystems bewegen. Durch dieses Prinzip bietet der PowerCube laut Jungheinrich gegenüber anderen Behälter-Kompaktlagern den entscheidenden Vorteil, dass das Lager nach oben flexibel aufgebaut werden kann und auch an individuelle Dachformen anpassbar ist.

Für Jungheinrich-Vertriebsvorstand Christian Erlach ist der PowerCube die passende Antwort auf eine Vielzahl aktueller Herausforderungen in der Intralogistik: „Unternehmen stehen unter immer stärkerem Zeitdruck oder geraten in ihrem Lager an Kapazitätsgrenzen. Der PowerCube ist die perfekte Lösung, um unter diesen Bedingungen die Effizienz im Lager signifikant zu erhöhen und die eigene Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Durch seine extrem hohe Kompaktheit und die hohe Performance verändert der PowerCube Raum und Zeit im Lager.

Potenzial ausschöpfen

Jungheinrich sieht im PowerCube eine Lösung für die Kundschaft, die den Einstieg in die Automatisierung plant, oder auch für den branchenübergreifenden Einsatz im E-Commerce. „Ob als Stand-alone-Lösung, Ergänzung für Breitganglager oder als Herzstück einer komplexen Automatikanlage – mit dem PowerCube kann unsere Kundschaft das Potenzial ihres Lagers vollständig ausschöpfen“, so Erlach.

Das automatische Behälter-Kompaktlager kann nach Unternehmensangaben auf normalen Industriefußböden ohne aufwendiges Überarbeiten, wie Überfräsen und Schleifen, errichtet werden. Da sich die Shuttles unter den Behältern bewegen, lasse sich, so Jungheinrich, der PowerCube nach oben einfach erweitern und an verschiedene Gebäudestrukturen anpassen. Im Bedarfsfall könne er zudem an eine individuell geplante Fördertechnik angeschlossen werden.

Gleichzeitig zwei Behälter mit je 50 Kilogramm Ladung

Die neu entwickelten PowerCube-Shuttles bewegen sich mit einer maximalen Geschwindigkeit von vier m/s und einer Beschleunigung von bis zu zwei m/s². Sie können gleichzeitig zwei Behälter mit jeweils 50 Kilogramm Ladung innerhalb des PowerCubes transportieren. Dabei sind die Shuttles in der Lage, sich automatisch in der Ebene unterhalb des PowerCube-Regals zu bewegen. Durch die skalierbare Anzahl an Shuttles kann der Durchsatz des PowerCubes bei steigender Nachfrage oder einer Sortimentserweiterung flexibel angepasst werden. „Dank ihrer Hochleistungs-Lithium-Ionen-Batterien, die während des Betriebs jeweils an den Arbeitsstationen zwischengeladen werden, sind die Shuttles ohne Stillstandzeiten 24 Stunden am Tag einsatzbereit“, hieß es seitens Jungheinrich.

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