Bahnlogistik: Duisburger Hafen AG und CargoBeamer arbeiten zusammen

Partner möchten Güterverkehr auf der Schiene fördern.

Das Bahntechnologie-Unternehmen CargoBeamer AG und die Duisburger Hafen AG haben eine Kooperation vereinbart. (Foto: CargoBeamer)
Das Bahntechnologie-Unternehmen CargoBeamer AG und die Duisburger Hafen AG haben eine Kooperation vereinbart. (Foto: CargoBeamer)
Matthias Pieringer

Die Duisburger Hafen AG und das Leipziger Bahntechnologie-Unternehmen CargoBeamer AG haben eine langfristig angelegte Kooperation für mehr Wachstum im Kombinierten Verkehr Schiene/Straße vereinbart. Dies teilte die Managementgesellschaft des Duisburger Hafens am 11. Dezember gegenüber der Presse mit. Ziel der Zusammenarbeit sei eine massive Steigerung des Güterverkehrs auf der Schiene. Die Basis sollen „innovative Logistik-Angebote“ schaffen. „Zu Gunsten einer weiteren klimafreundlichen Verkehrswende sollen drei Elemente eingesetzt werden: Ein automatisierter Umschlag für Sattelaufleger von der Straße auf die Schiene, robotisierte Warenzentren sowie die elektromobile Verteilung von Gütern zu Industriezentren und in urbane Ballungsräume. Dabei soll von Nordrhein-Westfalen aus ein leistungsfähiges europäisches Netzwerk entstehen“, hieß es.

„Rund drei Viertel des europäischen Straßengüterverkehrs läuft mit modernen Sattelaufliegern, die bisher aus technischen Gründen die Schiene nicht nutzen können“, so Erich Staake, Vorsitzender des Vorstands der Duisburger Hafen AG (Duisport). Die Duisburger Hafen AG werde ihr Angebot im trimodalen Güterumschlag Straße/Schiene/Schiff nun auf dieses große Marktsegment ausweiten.

„Die CargoBeamer-Technologie haben wir exakt für diesen Markt entwickelt“, sagte Dr. Hans-Jürgen Weidemann, CEO und Mitgründer der CargoBeamer AG. „Nur über Automatisierung, Parallelisierung und Digitalisierung und Adressierung des riesigen Marktes der Planen-, Kühl-, Silo- und Mega-Trailer aller Art durch innovative Bahn-Logistikangebote kann die Verkehrswende auch im Güterbereich gelingen. Die CargoBeamer-Technologie beruht auf durchgängig automatisierte und durchsatzstarke Be- und Entladung von Sattelaufliegern aller Bauarten. Ein CargoBeamer-Umschlaggleis ent- und belädt einen ganzen Zug innerhalb von 15 Minuten, und sogar auf nur ‚halblangen‘ Gleisen dann innerhalb von 20 Minuten“, so Weidemann.

Das Netzwerk von Ein- und Ausstiegsbahnhöfen für Sattelauflieger ist den Angaben zufolge dabei nur eine Säule der Zukunftsvision der Partner. Neben den Umschlagzentren und automatisierten Warenzentren werde die Duisport-Gruppe für ihre Kunden auch digitale Drehscheiben für die Abwicklung von „LTL“ und „LCL“ (Teilladung „Less than truck“ beziehungsweise „Less than container“) realisieren.

Dies solle selbst bis China funktionieren – „denn die Partner setzen auf eine weitere Innovation: die „CBoXX“ – ein robotisiert be- und entladbarer Hochvolumen-Bahncontainer“, wie es weiter hieß. Der heute den Markt dominierende Seecontainer beherrsche bisher die transkontinentalen Warenströme, sei allerdings für Seeschiffe optimiert, und nicht für eine automatisierte kontinentale Bahnlogistik, so die Mitteilung. Die „CBoXX“ werde der zwar umweltfreundlichen, bisher aber wenig flexiblen Güterbahn die Anknüpfung an moderne Warenzentren und neue Angebote wettbewerbsfähige Stückkosten gerade im flexiblen Markt für Teilladungen ermöglichen.

Wie weiter mitgeteilt wurde, starten die Partner als ersten Schritt kurzfristig Transportrouten unter Nutzung des ersten CargoBeamer-Waggonparks mit Ziel und Start Duisburg für Sattelauflieger aller Art. Dabei könnten die bestehenden Containerterminals in Duisburg genutzt werden.

Printer Friendly, PDF & Email