Bahnfracht: InterRail Gruppe gründet eigene Gesellschaft in der Türkei

Durch die Pandemie und Probleme auf der Relation EU-China setzen viele Unternehmen laut der Schweizer Gruppe auf neue Routen. Deshalb startet das Transportunternehmen InterRail nun mit einem eigenen Unternehmen mit Sitz in Istanbul.

Die InterRail Gruppe will mit einer türkischen Gesellschaft neue Routen für ihre Kunden ermöglichen. Geleitet wird diese Gesellschaft durch Geschäftsführer Enver Eser. (Bild: InterRail Gruppe)
Die InterRail Gruppe will mit einer türkischen Gesellschaft neue Routen für ihre Kunden ermöglichen. Geleitet wird diese Gesellschaft durch Geschäftsführer Enver Eser. (Bild: InterRail Gruppe)
Gunnar Knüpffer

Die Schweizer InterRail Gruppe baut ihr internationales Netz aus: Zum 8. August hat das Transportunternehmen mit Schwerpunkt Bahnfracht eine eigenständige, operative Gesellschaft in der Türkei in Betrieb genommen, ist einer Pressemitteilung von InterRail vom 11. August zu entnehmen. Diese firmiert unter dem Namen InterRail Uluslararası Nakliyat ve Lojistik Hizmetler T.A.Ş. mit Sitz in Istanbul. Sie wird geleitet von Enver Eser als Geschäftsführer.

Nicht zuletzt durch die Pandemie und wiederkehrende Probleme auf der Relation EU-China werde nach Einschätzung des Schweizer Unternehmens verstärkt auf neue Routen gesetzt. Zudem verlagerten viele Produzenten ihre Supply Chain und rückten näher an ihre Absatzmärkte. InterRail betreue in diesem Zusammenhang bereits mehrere Kunden, die davon profitieren sollen, dass es nun einen eigenen operativen Standort in der Türkei gibt.

Das Group Management der InterRail Holding AG sieht für das Unternehmen großes Potential, durch eine eigene türkische Gesellschaft die Trade Lanes von und nach China, Zentralasien aber auch von und nach Westeuropa zu stärken. In einem weiteren Schritt soll der neue Standort zu einem Hub zum Beispiel auch für Transporte ab Nordafrika in die oben genannten Destinationen ausgebaut werden.

„Durch die geostrategisch günstige Lage zwischen Asien und Europa ist die Türkei einer der wichtigsten internationalen Verkehrsknotenpunkte und bildet nicht nur eine Brücke zwischen Ost und West, sondern auch in Richtung Norden und Süden“, sagte Eser.

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