Award: Dräger holt BME-Preis für elektronische Beschaffung

Dräger erhielt die Auszeichnung für die Erarbeitung einer ganzheitlichen eSolution für den End-to-End- Beschaffungsprozess.

Mit dem Award „Excellence in eSolutions“ prämiert der BME E-Procurement-Konzepte, die nachweislich signifikant zur Performance-Steigerung des Einkaufs beziehungsweise zur deutlichen Verbesserung des Unternehmensergebnisses geführt haben. (Foto: Sergey Nivens / Adobe Stock)
Mit dem Award „Excellence in eSolutions“ prämiert der BME E-Procurement-Konzepte, die nachweislich signifikant zur Performance-Steigerung des Einkaufs beziehungsweise zur deutlichen Verbesserung des Unternehmensergebnisses geführt haben. (Foto: Sergey Nivens / Adobe Stock)
Therese Meitinger

Der Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME), Eschborn, hat der Drägerwerk AG & Co. KGaA den Preis „Excellence in eSolutions 2021“ zuerkannt. Das besagt eine Pressemitteilung vom 8. Juni. Der BME will mit diesem Award seit 2012 innovative Leistungen von Anwenderunternehmen im Bereich der elektronischen Beschaffung würdigen. Prämiert werden demnach E-Procurement-Konzepte, die nachweislich signifikant zur Performance-Steigerung des Einkaufs beziehungsweise zur deutlichen Verbesserung des Unternehmensergebnisses geführt haben, so der Verband. Dräger erhielt die BME-Auszeichnung der Mitteilung zufolge für die Erarbeitung einer ganzheitlichen eSolution für den End-to-End Beschaffungsprozess, die vom Unternehmen im Zuge seiner weltweiten Initiative „Inbound Supply Chain Platform“ entwickelt wurde. Die implementierte Lösung gewährleistet einen No-Touch-Prozess von der frühzeitigen Bedarfsinformation über die Bestellung und den gesamten Transportprozess bis zur Fakturierung gegenüber Lieferanten und Spediteuren.

„Mit der Drägerwerk AG & Co. KGaA hat ein international agierendes Familienunternehmen den BME-Award Excellence in eSolutions 2021 erhalten. Wir würdigen mit diesem Preis die gelungene Kombination der Einkaufs- und Logistikprozesse bei der Einbindung in die eSolutions-Lösung, die in dieser Art und Weise bisher einzigartig ist. Hervorzuheben ist außerdem das exzellente Change Management, da alle betroffenen Stakeholder frühzeitig und kontinuierlich eingebunden wurden“, betont Jan Grothe, CPO der Deutschen Bahn AG, Mitglied des BME-Bundesvorstands und Sprecher der Jury.

„Eine effiziente und transparente Materialbeschaffung gehört zu den Kernelementen einer guten Supply Chain. Für die pünktliche Belieferung unserer Kunden der Medizin- und Sicherheitstechnik ist die zuverlässige Zulieferkette für Dräger essenziell“, sagt Rainer Klug, Vorstand für den Unternehmensbereich Sicherheitstechnik bei Dräger.

Mit der im Rahmen der Inbound-Initiative von Dräger realisierten Lösung gelinge dem Unternehmen durch die Integration der Lieferanten und Spediteure die durchgängige Digitalisierung des Beschaffungsprozesses, so Kluge weiter.

Siegerkonzept der Drägerwerk AG & Co. KGaA:

„Inbounding by Design – Die systemübergreifende eSolution des End-to-End-Beschaffungsprozesses“

Dräger ist nach eigenen Angaben ein international agierendes Unternehmen der Medizin- und Sicherheitstechnik. Vor dem Hintergrund der steigenden Anforderungen von Märkten und Kunden an kurze Lieferzeiten und hohe Qualität und des kontinuierlichen Geschäftswachstums wurde dem Anbieter zufolge die sogenannte Zukunftsfabrik am Hauptstandort in Lübeck gebaut und 2016 in Betrieb genommen. Die über 70 Millionen Euro teure Investition führte die zuvor auf mehrere Standorte verteilte Produktion und die zugehörige vor- und nachgelagerte Logistik demnach in Lübeck zusammen. In diesem Schritt wurde laut dem Unternehmen auf eine ziehende Fertigung umgestellt und in der Konsequenz auch die Intralogistik optimiert.

Im nächsten Schritt galt es, die Optimierungsbemühungen auf die Lieferantenschaft auszuweiten, weshalb im Juli 2017 das Programm „Dräger Inbound Supply Chain Platform” gestartet wurde. Hauptziel dieses Programms sei die Optimierung der Dräger Inbound Supply Chain in den internationalen Produktions- und Distributionsstandorten, heißt es. Zur Realisierung des im Programm entwickelten Zielbildes seien nahezu 30 verschiedene Projekte konzipiert worden. Dabei hätten die Projekte „Lieferantenplattform” und „Transport Management” maßgeblich zur Erstellung der ganzheitlichen eSolution beigetragen.

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