AutoStore: Lehner Versand stockt mithilfe von Swisslog Schweiz auf

Der Schweizer Lehner Versand hat ein AutoStore-System direkt auf seinem bestehenden Gebäude installiert. Unterstützt wurde er dabei von Swisslog.

Der Schweizer Lehner Versand erweiterte sein bestehendes Lagergebäude um einen fünften und sechsten Stock, um dort ein AutoStore-System zu installieren. (Bild: Swisslog)
Der Schweizer Lehner Versand erweiterte sein bestehendes Lagergebäude um einen fünften und sechsten Stock, um dort ein AutoStore-System zu installieren. (Bild: Swisslog)
Gunnar Knüpffer

An seinem Hauptsitz in Schenkon/Sursee im schweizerischen Kanton Luzern hat der Lehner Versand sein bestehendes Lagergebäude mit einem neuen Roboterlager ausgestattet. Im Rahmen des Erweiterungsprojekts „Skyscraper“ ist das Geschäft um eine fünfte und sechste Etage gewachsen, heißt es in einer Pressemitteilung des Versandhauses vom 19. September. Bei dem Projekt wurde Lehner Versand von dem externen Logistikberater MWL unterstützt.

Für den Kunden nicht direkt zugänglich, jedoch einsehbar, ist in den zwei obersten neu angebauten Stockwerken am Hauptsitz vollautomatische Technik eingezogen: ein AutoStore-System, in dem Produkte gelagert und auf Abruf sofort auftragsgerecht kommissioniert werden können.

Das Kompaktlager, das Swisslog Schweiz realisiert hat, umfasst dabei 20.000 Behälter für rund 25.000 Produkte. Auf der Oberseite des Lagers fahren auf Schienen 27 Roboterfahrzeuge, die diese Behälter softwaregesteuert ein- und auslagern beziehungsweise über Lifte Kommissionierarbeitsplätzen zuführen. Letztere liegen eine Etage tiefer. An diesen Arbeitsplätzen ist je ein Mitarbeiter tätig, welcher einer Lagerbox die Waren einer Bestellung entnimmt und sie entweder versandfertig oder für die Mitnahme für die Verkaufsfiliale bereitstellt. Der Lagerbehälter fährt daraufhin automatisch über den Lift in den Kubus zurück, wo er von einem Roboter wieder einsortiert wird.

Fünf Kommissionierstationen hat Lehner zunächst bestellt.

„Es besteht aber jederzeit die Möglichkeit, noch sieben weitere hinzuzufügen“, sagt Heinrich Lüthi, Geschäftsleiter von Swisslog Schweiz, und verweist darauf, dass die Investition in die neue Technologie zukunftssicher sei.

Es gehöre zu einem weitsichtigen Konzept, Puffer für eine weitere Expansion einzuplanen. Auch wäre die Kapazität des jetzigen Systems dadurch ausbaufähig, dass bei Bedarf noch mehr Roboter eingesetzt werden.

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