AutoStore: Dematic stattet Siemens-Werk aus

Das kompakte Kleinteilelager bietet Platz in mehr als 45.000 Behältern.

Das Siemens-Werk für Kombinationstechnik in Chemnitz wird durch das Lagersystem „AutoStore“ automatisiert. (Foto: Siemens AG)
Das Siemens-Werk für Kombinationstechnik in Chemnitz wird durch das Lagersystem „AutoStore“ automatisiert. (Foto: Siemens AG)
Melanie Endres

Dematic stattet das Chemnitzer Siemens-Werk mit dem Lagersystem „AutoStore“ mit direkt angebundener Fördertechnik aus, das gab der Intralogistiker vor kurzem bekannt. Das Lager- und Ware-zur-Person Stückgut-Kommisioniersystem bietet Platz in mehr als 45.000 Behältern und soll das bislang manuell betriebene Fachbodenlager ersetzen. Ende 2019 soll das System in Betrieb gehen.

Komprimierte Lagerfläche

„Oberste Priorität von Siemens war es, die Lagerfläche zu komprimieren. Mit unserer kompakten AutoStore-Anlage liefern wir hierfür eine effiziente, genaue und zuverlässige Lösung“, sagte Jessica Heinz, Leitung Marketing und Business Development bei Dematic Central Europe. „Die Anlage erreicht eine maximale Lagerdichte bei minimalem Platzbedarf und sorgt damit für eine optimale Flächennutzung.“

Im Siemens-Werk für Kombinationstechnik wird das System auf rund 780 Quadratmetern installiert. Der gewonnene Platz soll Dematic zufolge für die Lagerung größerer Waren genutzt werden.

34 Roboter

Das Kleinteilelager umfasst insgesamt mehr als 45.000 Behälter, welche in verschiedene Fächer unterteilt sind. Pro Behälter können dadurch mehrere unterschiedliche Produkte gelagert werden. Oben auf der Anlage fahren 34 Roboter, die auf das Inventar zugreifen können. Die angeforderten Bauteile für Schaltschränke von Steuerungsanlagen werden zu einem der fünf Kommissionierplätze befördert. Dort werden die Komponenten für die Weiterverarbeitung in der Produktion gebündelt, so die Angaben in der Pressemitteilung.

An Fördertechnik angebunden

Neben dem AutoStore-Lager installiert Dematic eine Fördertechnik. Dadurch soll der Materialfluss laut Dematic weiter automatisiert werden. Die Anlage werde über Förderbänder an den Wareneingang angeschlossen. Angelieferte Pakete sollen dadurch direkt vom Lkw auf das Förderband und über einen Lift zu den Arbeitsstationen gelangen. Dort sollen die Behälter des AutoStore-Systems befüllt werden. Zur Integration des neuen Systems in die IT-Landschaft setze das Unternehmen auf die hauseigene Softwarelösung „ASIS“ (AutoStore Integration Service). Sie diene demnach als Bindeglied zwischen AutoStore, SAP, Fördertechnik und den Mitarbeitern.

Printer Friendly, PDF & Email