Automotive: Seat setzt AGVs im Außenbereich ein

Die Fahrzeuge werden im spanischen Martorell in bis zu 25 Meter langen Konvois genutzt.

Die AGVs transportieren Wägen mit Fahrzeugteilen im Außenbereich. (Foto: Seat)
Die AGVs transportieren Wägen mit Fahrzeugteilen im Außenbereich. (Foto: Seat)
Therese Meitinger

Der spanische Autohersteller Seat ist nach eigenen Angaben der erste Hersteller im Industrieumfeld in Europa, der im Außenbereich Automated Guided Vehicles (AGVs) einsetzt, die über eine sogenannte SLAM-Navigation verfügen, die zugleich lokalisiert und Kennfelder erstellt. Außerdem sind die im spanischen Werk Martorell eingesetzten Fahrzeuge laut Seat 4G-kompatibel und verfügen über ein induktives Batterieladesystem. Aktuell nutze man in der Fabrik acht AGVs zum automatisierten Transport von Fahrzeugteilen außerhalb der Fertigungslinie, so das Unternehmen.

AGVs zahlen auf Nachhaltigkeitsstrategie ein

Jedes AGV umfasst demnach mit den ihm zugeordneten Wägen einen bis zu 25 Meter langen Konvoi mit einer maximalen Transportkapazität von zehn Tonnen, das Routen von 3,5 Kilometern Länge zurücklegt. Die SLAM-Navigation ermöglicht Seat zufolge eine Steuerung ohne magnetische Tapes oder Kabel, sodass sie sich flexibler auf neue Roten einstellen lassen und bei der Installation ohne zusätzliche Infrastruktur auskommen. Die acht Fahrzeuge legen nach Firmenangaben aktuell täglich rund 240 Kilometer zurück und bedienen zwei Routen.

Mit der AGV-Flotte ergebe sich eine potenzielle CO2-Reduktion von 1,5 Tonnen pro Jahr, argumentiert Seat, da entsprechende Zustellungen zuvor mit Lkws und Traktoren worden waren. Zudem ermögliche es eine reduzierte Lagerhaltung gleichermaßen am Beginn und Endpunkt der Route. Das Projekt wurde dem Autobauer zufolge gemeinsam mit dem Hersteller ASTI Mobile Robotics und dem Telekommunikationskonzern Telefónica entwickelt.

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