Automotive: Mercedes-Benz Cars investiert 1,3 Milliarden Dollar in Alabama

Logistik- und IT-Systeme werden modernisiert – Industrie 4.0 im Fokus.
Das Mercedes-Benz US-Werk in Tuscaloosa: Das Unternehmen investiert 1,3 Milliarden Dollar in den Ausbau der SUV-Produktion. Die Grafik zeigt das Werksgelände inklusive der geplanten Erweiterungen (weiße Flächen). (Grafik: Daimler AG)
Das Mercedes-Benz US-Werk in Tuscaloosa: Das Unternehmen investiert 1,3 Milliarden Dollar in den Ausbau der SUV-Produktion. Die Grafik zeigt das Werksgelände inklusive der geplanten Erweiterungen (weiße Flächen). (Grafik: Daimler AG)

Mercedes-Benz Cars, ein Geschäftsfeld des Stuttgarter Autoherstellers Daimler AG, baut sein US-Werk in Alabama aus – auch aus logistischer Sicht. „Wir investieren in den nächsten Jahren 1,3 Milliarden US-Dollar in die Erweiterung unserer SUV-Produktion und machen das Mercedes-Benz Werk Tuscaloosa zum Hightech-Standort“, sagt Markus Schäfer, Mitglied des Bereichsvorstands Mercedes-Benz Cars, Produktion und Supply Chain Management.

Nahtlose Integration der Wareneingänge

Die geplante Werkserweiterung umfasst einen neuen Karosseriebau, den Ausbau der SUV-Montagehalle sowie die Modernisierung der Logistik- und IT-Systeme, teilt Mercedes-Benz mit. Dabei stünden unter anderem fortschrittliche Technologien und die durchgängige Digitalisierung der Fertigungsprozesse im Kontext von Industrie 4.0 im Fokus. Zusätzlich wird eine neue Logistik-IT installiert, um eine nahtlose Integration der Wareneingänge in die Produktion zu ermöglichen.

Big Data-Anwendungen im Einsatz

Als Teil des globalen Produktionsverbunds ist Tuscaloosa mit allen Standorten von Mercedes-Benz Cars vernetzt, sodass ein ortsunabhängiger Zugriff auf Daten und Prozesssteuerung möglich ist. Zum Beispiel kann jede Anlage und jeder Roboter angesteuert und mit neuen Programmierungen versehen werden. Zur Analyse und Verbesserung der Prozesse werden zudem Big Data-Anwendungen genutzt.

Produktion von mehr Varianten

„Mit dem Ausbau und der Modernisierung unseres Werks schaffen wir 300 neue Stellen und schreiben die Erfolgsgeschichte von Mercedes-Benz in Tuscaloosa fort“, so Jason Hoff, Präsident und CEO von Mercedes-Benz U.S. International. Im neuen 125.000 Quadratmeter großen Karosseriebau wird nach Unternehmensangaben moderne Leichtbautechnologie sowie ein modulares Produktionskonzept zum Einsatz kommen. Die aktuelle SUV-Montagehalle wird außerdem um 13.000 Quadratmeter erweitert und erhält eine flexiblere „Hochzeitsstation“, in der die Karosserie mit dem Antriebsstrang zusammengeführt wird. Dadurch können in Zukunft mehr Fahrzeugvarianten als heute produziert werden.

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