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Automotive: Logistische Kehrtwende bei Autobauer Opel

Adam Opel AG investiert 60 Millionen Euro und gliedert Logistik wieder ein.
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Nadine Bradl

Der Autobauer Adam Opel AG, Rüsselsheim am Main, plant laut Pressemitteilung, die Warenverteilzentren am Hauptsitz und in Bochum zum 1. Februar 2016 wieder ins Unternehmen einzugliedern. Derzeit werden diese noch in einem Joint Venture mit dem amerikanischen Dienstleister Neovia Logistics Supply Chain Services GmbH geführt. Vor einem Jahr war zunächst bekannt geworden, dass das Lager Bochum komplett geschlossen werden soll (LOGISTIK HEUTE berichtete). Kurze Zeit später teilte der Autobauer mit, das Ersatzteillager bis zum Jahr 2016 halten zu wollen (LOGISTIK HEUTE berichtete). Jetzt kommt die Kehrtwende - die Lager sollen in Eigenregie bestehen bleiben und es werde sogar investiert.

Peter Christian Küspert, Vice President Sales & Aftersales der Opel Group, begründet diese Entscheidung damit, dass die Ersatzteillogistik „eine Kernkompetenz“ des Unternehmens sei. Deshalb habe sich Opel entschieden, „die europäischen Warenverteilzentren in Bochum und Rüsselsheim in Zukunft wieder in Eigenregie zu betreiben“.

Wie aus der Mitteilung hervorgeht, ist diese Nachricht besonders für die Region Bochum wichtig. Dort werde das Logistikzentrum für 60 Millionen Euro ausgebaut. Dadurch soll auch die Zahl der Mitarbeiter um 265 auf rund 700 steigen. Die Investition fließe vor allem in die Errichtung eines neuen Gebäudes auf dem Gelände, welches lokal als Werk 2 bekannt ist.

Außerdem prüft der Autobauer derzeit weitere Möglichkeiten der Eingliederung. Die Entscheidung, ob die ebenfalls von Neovia Logistics betriebenen Opel-Warenverteilzentren in Rom und Budapest weiterhin extern bleiben, werde allerdings erst im Jahr 2015 fallen.

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