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Automobillogistik: Porsche nutzt E-Truck

Porsche nimmt E-Truck von MAN für umweltfreundliche Logistik in Betrieb.

In Stuttgart-Zuffenhausen befindet sich der „eTGM“ in bester Gesellschaft. Präsentiert neben dem E-Sportwagen „Taycan“ rollte der E-Truck in den Logistikbetrieb. (Foto: C. Harttmann)
In Stuttgart-Zuffenhausen befindet sich der „eTGM“ in bester Gesellschaft. Präsentiert neben dem E-Sportwagen „Taycan“ rollte der E-Truck in den Logistikbetrieb. (Foto: C. Harttmann)
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Redaktion (allg.)

Im Porsche-Werk in Stuttgart-Zuffenhausen hat Porsche den ersten E-Truck von MAN entgegengenommen. Der batterieelektrische „eTGM“ soll dort im täglichen Werksverkehr fahren. Er soll die Produktion des „Taycan“, des ersten vollelektrischen Sportwagens des Stuttgarter Herstellers, beliefern. Für den bekannten Sportwagenhersteller ist dies ebenso ein Aufbruch in eine neue Welt wie für den Münchner Lkw-Bauer. Das hob Albrecht Reimold, als Vorstand für Produktion und Logistik der Porsche AG verantwortlich, hervor:

„Wir kommen in der Zukunft ohne die Elektrifizierung nicht weiter.“ Er ist überzeugt: „Ohne Nachhaltigkeit ist ein Unternehmen in Zukunft in der Gesellschaft nicht mehr akzeptiert.“

MAN-Entwicklungschef Dr. Manuel Marx erklärte stolz, dass dies der erste E-Lkw ist, den MAN übergibt. Er ist sich sicher, dass es bei dem einen nicht bleiben wird. In naher Zukunft werde die Anzahl dieser Fahrzeuge deutlich steigen:

„Im Fokus steht dabei erst einmal der urbane Verkehr. Auf Dauer werden aber auch Schwerverkehr und Fernverkehr folgen.“

Geringerer Verschleiß

Zu den Stärken der Elektrofahrzeuge gehören, neben Geräuscharmut und CO2-Neutralität, auch geringerer Verschleiß und Wartungsaufwand. Dank der Rekuperation, sprich Energierückgewinnung beim Bremsen mittels der E-Maschine, kann der Elektro-Lkw ohne Einsatz mechanischer Bremsen und dementsprechend frei von Bremsabrieb verzögern.

130 Kilometer

Technisch entscheidend werde dabei die Batterie sein. Marx sieht allerdings gerade VW bei diesem Thema gut aufgestellt. Im Moment sei hier das Produktionsvolumen die begrenzende Größe. Verbessertes Batteriemanagement und eine bessere Ladegeschwindigkeit mit bis zu 400 Kilowatt Ladestrom könne die Reichweiten auf Dauer deutlich steigern. Der heute in Stuttgart ausgelieferte eTGM kommt bereits 130 Kilometer weit mit einer Batterieladung. Um für 100 Kilometer aufzuladen, reichen 45 Minuten am Ladestecker mit 150 Kilowatt. Der Antriebsstrang hat eine Leistung von 245 Kilowatt und wird mit einer 150 kW/h-Batterie kombiniert.

Schnellladeinfrastruktur mit Naturstrom

Die Ladesäule für den Elektro-Lkw steht in Freiberg. Bei ihr handelt es sich um ein erstes Modell der neuen Schnellladeinfrastruktur, wie Porsche Engineering sie auch für das künftige, vom Gemeinschaftsunternehmen „Ionity“ betriebene Schnellladenetz entwickelt hat. Für diese Logistikanwendung sei die Ladeleistung auf maximal 150 kW/h ausreichend ausgelegt, so die Verantwortlichen. Geladen wird, wie der Hersteller betont, an allen Porsche-Ladestationen mit Naturstrom, also aus regenerativen Quellen gewonnenem Strom.

ha/jr/me

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