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Automobillogistik: Erste deutsche 5G-Fabrik produziert nun e.GO

5G wird in Aachen unter anderem genutzt, um klassische Produktionslinien durch AGVs zu ersetzen.

Freuen sich über die Eröffnung der 5G-Fertigung in Aachen (von links): Alexander Saul (Firmenkundenchef Vodafone Deutschland), Prof. Dr. Günther Schuh (CEO e.GO Mobile AG), Hannes Ametsreiter (CEO Vodafone Deutschland), Stefan Koetz (Vorsitzender der Geschäftsführung Ericsson).
Freuen sich über die Eröffnung der 5G-Fertigung in Aachen (von links): Alexander Saul (Firmenkundenchef Vodafone Deutschland), Prof. Dr. Günther Schuh (CEO e.GO Mobile AG), Hannes Ametsreiter (CEO Vodafone Deutschland), Stefan Koetz (Vorsitzender der Geschäftsführung Ericsson).
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Therese Meitinger

Die Kommunikationskonzerne Vodafone, Ericsson und der Elektrofahrzeughersteller e.GO Mobile haben am 19. Juni in Aachen die nach eigenen Angaben erste deutsche 5G-Fabrik in Betrieb genommen. Im Werk 1 der Aachener e.Go Mobile AG wird der Elektro-Kleinwagen e.Go Life demnach mithilfe eines autarken Mobilfunknetzes gefertigt, in dem die 5G-Technologien „Mobile Edge Computing“ (MEC) und „Network Slicing“ zum Einsatz kommen.

Transportfahrzeuge, Maschinen und Werkzeuge seien so in der Lage, nahezu in Echtzeit Informationen zu Standort, Batteriezustand oder Fahrroute auszutauschen. Die Mobilfunk-Technologie, die Vodafone nach Eigenangaben speziell und virtuell für die Verwendung auf dem 16.000 Quadratmeter großen e.GO-Werk 1 bereitstellt („Network Slicing“) soll die Latenz in der Datenübertragung auf weniger als zehn Millisekunden reduzieren.

 „Unser Werk 1, das Montage-Werk für den e.GO Life, ist eine echte Industrie 4.0 Fabrik. Das heißt, sie ist informationstechnisch voll vernetzt“, sagt Prof. Günther Schuh, CEO der e.GO Mobile AG. „Die Konnektivität verknüpft die physische mit der digitalen Welt. Das 5G-Netz von Vodafone ermöglicht es uns, dass diese Abläufe in Zukunft noch schneller und sicherer in Echtzeit umgesetzt werden können.“ Zu jedem Zeitpunkt sei der Zugriff auf relevante Informationen gewährleistet und erlaube sofortiges Eingreifen,

Automatische Identifizierung

In der mobil vernetzten Produktion werden, so Vodafone, sämtliche Produktionsstoffe und Materialien direkt nach der Anlieferung über eine spezielle RFID-Schnittstelle automatisch und berührungslos identifiziert und per Mobilfunk in Echtzeit im Online-System verbucht. Die gleiche RFID-Technologie ermögliche das Erkennen der Fahrzeuge beim Produktionsstart, so das Unternehmen. Nach der Identifizierung des Fahrzeugs beginne demnach der Montageprozess der erforderlichen Materialien und Software. Um diese Datenmassen auch in der künftigen Serienproduktion sicher, zuverlässig und schnell zu bewältigen, benötige es 5G-Technologien, argumentieren die Kooperationspartner.

Autonome Transportfahrzeuge (Automated Guided Vehicles) ersetzen in Werk 1 nach Vodafone-Angaben die klassische Produktionslinie und befördern das Chassis des e.GO Life von Station zu Station. Ausgestattet mit Sensoren erfassten die Transport-Roboter eigenständig sämtliche Umgebungsinformationen, so das Unternehmen. Weil die erfassten Daten direkt in der Produktionshalle in kleinen Echtzeit-Rechenzentren („Mobile Edge Computing“) ausgewertet würden, gelangten sie per Mobilfunk in Echtzeit zurück zum Fahrzeug. Dieses passt laut Eigenangaben, basierend auf den analysierten Daten, die Fahrtrichtung an und lenkt, bremst und beschleunigt selbstständig.

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