Automobillogistik: Daimler setzt Großteil der Produktion in Europa aus

Globale Lieferketten können laut Daimler vorübergehend nicht überall aufrechterhalten werden. 

Die Automobilbranche fährt herunter: Im Zuge der Coronavirus-Krise hat Daimler beschlossen, einen Großteil der Produktion in Europa für zunächst zwei Wochen zu unterbrechen. (Foto: Daimler)
Die Automobilbranche fährt herunter: Im Zuge der Coronavirus-Krise hat Daimler beschlossen, einen Großteil der Produktion in Europa für zunächst zwei Wochen zu unterbrechen. (Foto: Daimler)
Matthias Pieringer

Wegen der sich zuspitzenden COVID-19-Pandemie hat Daimler am 17. März entschieden, den Großteil seiner Produktion sowie die Arbeit in ausgewählten Verwaltungsbereichen in Europa für zunächst zwei Wochen zu unterbrechen. Dies teilte der Fahrzeughersteller am selben Tag gegenüber der Presse mit.

Europäische Pkw-, Transporter- und Nutzfahrzeug-Werke betroffen

Der Stuttgarter Konzern orientiert sich dabei nach eigenen Angaben an den Empfehlungen der internationalen, nationalen und lokalen Behörden. Die Unterbrechung betreffe europäische Pkw-, Transporter- und Nutzfahrzeug-Werke des Unternehmens und beginne in dieser Woche. Damit verbunden sei die Überprüfung der globalen Lieferketten, die derzeit nicht in vollem Umfang aufrechterhalten werden können. Eine Verlängerung dieser Maßnahmen hängt laut Daimler von der weiteren Entwicklung ab. „Überall dort, wo der Betrieb aufrechterhalten werden muss, wird das Unternehmen entsprechende Vorkehrungen zum Infektionsschutz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter treffen“, hieß es.

Auf Phase vorübergehend niedrigerer Nachfrage vorbereiten

„Mit diesen Maßnahmen leistet das Unternehmen seinen Beitrag, die Belegschaft zu schützen, Infektionsketten zu unterbrechen und die Ausbreitung dieser Pandemie einzudämmen. Gleichzeitig trägt diese Entscheidung dazu bei, Daimler auf eine Phase vorübergehend niedrigerer Nachfrage vorzubereiten und die Finanzkraft des Unternehmens zu sichern“, teilte Daimler mit.

Mit Blick auf die aktuelle Ausbreitung von COVID-19 ließen sich die wirtschaftlichen Auswirkungen auf Daimler derzeit weder hinreichend ermitteln noch verlässlich beziffern. Das Daimler-Management beobachte die Lage stetig und werde, wenn notwendig, weitere Maßnahmen einleiten. Sollte sich die Lage entspannen, werde der Betrieb wieder vollständig aufgenommen, ließ der Konzern verlauten.

Auch andere Automobilkonzerne mit Maßnahmen

Daimler ist mit diesen Schritten nicht allein in der Automobilbranche. Auch andere Fahrzeughersteller wie Volkswagen oder PSA haben im Zuge der Coronavirus-Krise vorübergehende Werksschließungen mitgeteilt.

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