Automobillogistik: Aktivisten blockieren Mercedes-Werk Bremen

(dpa/lni) Mehrere Menschen blockieren am Morgen die Gleise zum Mercedes-Werk in Bremen.

Bremen: Klimaaktivisten blockieren neben dem Mercedes-Werk zwei Gleise, um die Auslieferung von Fahrzeugen, die auf Güterzügen stehen, zu behindern. (Foto: Bodo Marks/dpa)
Bremen: Klimaaktivisten blockieren neben dem Mercedes-Werk zwei Gleise, um die Auslieferung von Fahrzeugen, die auf Güterzügen stehen, zu behindern. (Foto: Bodo Marks/dpa)
Matthias Pieringer

Mehrere Personen blockieren seit Montagmorgen die Bahnverbindung des Mercedes-Werks in Bremen. Klimaaktivisten ketteten sich an den Gleisen fest, teilte ein Sprecher der Polizei mit. Drei bis vier Menschen sollen sich demnach auf den Gleisen zum Werk befinden und so den Abtransport von Autos verhindern. Zwei Aktivisten mit Bannern befänden sich zudem auf einem Dach eines Gebäudes auf dem Werksgelände.

Aktivisten der Klimabewegung hatten sich am Morgen laut der Initiative Disrupt zu dem Protest bekannt. „Die Klimakrise spitzt sich immer mehr zu und trotzdem produziert Mercedes aus Profitinteresse weiter massenweise rohstoff- und energiefressende Autos für den Individualverkehr“, teilte Aktivistin Marla Denke mit. „Die größte Gewinnspanne wird durch große und schwere Luxuskarossen für Reiche erzielt. Doch auch abgeschottet in SUVs kann man der Klimakatastrophe nicht davonfahren!“

Die Polizei hatte zeitweise auch die Bahnstrecke zwischen Hannover und Bremen gesperrt. Die Regionalzüge wurden am Morgen gestoppt, weil sich mindestens drei Aktivisten mit Warnwesten in der Nähe des Gleisbetts aufhielten, wie eine Sprecherin der Bundespolizei mitteilte. Kurz vor acht Uhr sei die Sperrung aufgehoben worden, es könne aber noch im Laufe des Vormittags zu Verspätungen kommen.