Automobillogistik: Aktivisten besetzen Waldstück bei Tesla-Werk in Grünheide

(dpa) Etwa 80 Aktivisten der Initiative „Tesla stoppen“ haben ein Waldstück nahe der Autofabrik des Unternehmens in Grünheide besetzt, um gegen den geplanten Bau eines Güterbahnhofs, von Lagerhallen und eines Betriebskindergartens zu protestieren.

Brandenburg, Grünheide: Eine Aktivistin der Initiative „Tesla stoppen“ steht vor Baumhäusern in einem Kiefernwald nahe dem Werk der Tesla-Gigafactory Berlin-Brandenburg. Etwa 80 Aktivisten der Initiative haben ein Waldstück nahe der Autofabrik des Unternehmens in Grünheide in Brandenburg besetzt. Sie wollen damit gegen den Bau eines Güterbahnhofs, von Lagerhallen und eines Betriebskindergartens protestieren. (Bild: Patrick Pleul/dpa)
Brandenburg, Grünheide: Eine Aktivistin der Initiative „Tesla stoppen“ steht vor Baumhäusern in einem Kiefernwald nahe dem Werk der Tesla-Gigafactory Berlin-Brandenburg. Etwa 80 Aktivisten der Initiative haben ein Waldstück nahe der Autofabrik des Unternehmens in Grünheide in Brandenburg besetzt. Sie wollen damit gegen den Bau eines Güterbahnhofs, von Lagerhallen und eines Betriebskindergartens protestieren. (Bild: Patrick Pleul/dpa)
Gunnar Knüpffer

Die Initiative „Tesla stoppen“ protestiert in einem Wald neben dem Werksgelände des Herstellers von Elektrofahrzeugen. 80 Aktivisten wollen damit auch das Votum der Bürger von Grünheide unterstützen, die in einer Einwohnerbefragung gegen den entsprechenden Bebauungsplan stimmten, wie die Initiative am 29. Februar mitteilte. Auf dem etwa 120 Hektar großen Waldstück, das für die Erweiterung des Geländes gerodet werden soll, errichtete die Gruppe Baumhäuser. Die Besetzung nahe dem Bahnhof Fangschleuse sei für unbestimmte Zeit geplant, hieß es von den Umweltaktivisten.

„Uns geht es vor allem um das Trinkwasserschutzgebiet“, sagte Aktivistin Caro Weber der Deutschen Presse-Agentur.

Die Initiative vertraue nicht darauf, dass die Politik dem Willen der Einwohner folgen werde, da schon das bestehende Werk mit Sondergenehmigungen gebaut worden sei.

Ein Teil des Tesla-Geländes liegt im Trinkwasserschutzgebiet. Tesla hatte sein Werk auch über vorzeitige Zulassungen errichtet. Das Unternehmen war mit den Erweiterungsplänen für die Autofabrik bei den Bürgern in Grünheide mehrheitlich auf Ablehnung gestoßen. Knapp zwei Drittel hatten vergangene Woche gegen die Pläne gestimmt. Das Votum ist rechtlich nicht bindend.

Die Gemeindevertretung muss einem Bebauungsplan noch zustimmen. Der E-Autobauer will neben dem 300 Hektar großen bestehenden Werksgelände einen Güterbahnhof, Lagerhallen und einen Betriebskindergarten errichten. Dafür sollen mehr als 100 Hektar Wald gerodet werden. Unter anderem Naturschützer und Bürgerinitiativen sind gegen die Erweiterung.