Automatisierung: Selbstständiges Einlagern in sechs Metern Höhe

Das neue Fahrerlose Transportfahrzeug EKS 215a von Jungheinrich lagert ohne Fahrer in bis zu sechs Metern Höhe Paletten ein.

Mit Hilfe des neuen EKS 215a sollen manuelle Prozesse automatisiert werden können, die bisher noch vor allem durch Gegengewichts- und Schubmaststapler ausgeführt werden. | Bild: Jungheinrich
Mit Hilfe des neuen EKS 215a sollen manuelle Prozesse automatisiert werden können, die bisher noch vor allem durch Gegengewichts- und Schubmaststapler ausgeführt werden. | Bild: Jungheinrich
Matthias Pieringer
(erschienen bei LOGISTRA von Tobias Schweikl)

Im Rahmen der kürzlich veranstalteten virtuellen Fachpressekonferenz „INNOVATIONS & HIGHLIGHTS 2021“ hat die Jungheinrich AG ein neues Fahrerloses Transportfahrzeug (FTF) präsentiert. Der neue „EKS 215a“ lagert eigenständig 700 Kilogramm schwere Lasten in bis zu sechs Metern Höhe ein und aus.

„Der neue EKS 215a ist Jungheinrichs Antwort auf zahlreiche Kundenwünsche hinsichtlich Platzbedarf und Einsatzmöglichkeit. Das Fahrzeug ist kompakter, leistungsfähiger und anwenderfreundlicher als alle vor ihm“, sagt Manuela Schmidbauer, die für den neuen EKS 215a verantwortliche Produktmanagerin bei Jungheinrich. „Mit einer gegenüber dem Vorgängerfahrzeug um 40 Prozent erhöhten Resttragfähigkeit ist er das optimale FTF, um den innerbetrieblichen Transport und das Einlagern von Paletten im Breitgang zu automatisieren.“

Scanner im Dienste der Sicherheit

Das Fahrzeug basiert auf einem vollständig neuentwickelten, besonders kompakten FTF-Chassis. Diesem verdankt es seine besonders kleinen physischen Abmessungen. Sicherheitsscanner sind beschädigungssicher und platzsparend unter dem Fahrzeugboden verbaut. 131 Millimeter in der Länge und 85 Millimeter in der Breite hat der Entwickler so an physischer Stellfläche eingespart.

In bestehende Lagerlayouts integrieren

Dank dieser Konstruktion hat das FTF laut Hersteller eine um zehn Prozent kleinere Hüllkurve. Damit reduziere sich der Platzbedarf des Fahrzeugs im Einsatz und die Integrationsfähigkeit des Fahrzeugs in bestehende Lagerlayouts steige.

Mit Hilfe des neuen EKS 215a sollen manuelle Prozesse automatisiert werden können, die bisher noch vor allem durch Gegengewichts- und Schubmaststapler ausgeführt werden. Neun Masttypen ermöglichen individuelle Anwendungsfälle, freitragende Gabeln sollen die Vielseitigkeit beim Handling zusätzlich erhöhen.

Der neue EKS 215a fährt mit 24- statt 48-V-Technik. Damit ließen sich bis zu 30 Prozent der Kosten im Energiesystem einsparen, so Jungheinrich. Die Ladevorgänge erfolgen dabei automatisiert.

Mit Touchdisplay

Ein neues Human-Machine-Interface mit Touchdisplay bietet zusätzliche Interaktionsmöglichkeiten zwischen Bediener und FTF. Auf einen Blick ist der Status des neuen EKS 215a sofort erkennbar. Bei Störungen bietet das Fahrzeug eine Problembeschreibung im Klartext und zusätzliche konkrete Handlungsempfehlungen. Das soll es Anwendern ermöglichen, auch Fehler zu beheben, die bislang nur mit einem Servicetechniker gelöst werden konnten. Zudem können am Human-Machine-Interface nun auch manuelle Fahraufträge definiert beziehungsweise gestartet werden, was bisher nur zentral über den Leitstand möglich war.

Der EKS 215a reiht sich in eine Familie von AGVs des Herstellers ein, bestehend aus den Modellen „EREa“, „ERCa“, „EZSa“ und „EKSa“. Er besteht laut Hersteller zu über 90 Prozent aus Jungheinrich-Serienkomponenten.

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