Automatisierung: Neues Kleinteilelager für Knorr-Bremse

In Mödling installiert Knapp eine multifunktionale Shuttle-Anlage.

Der Knorr-Bremse-Standort Mödling fungiert als globales Entwicklungs-Kompetenzzentrum sowie als Produktionsstandort für den Weltmarkt. (Foto: Knorr-Bremse)
Der Knorr-Bremse-Standort Mödling fungiert als globales Entwicklungs-Kompetenzzentrum sowie als Produktionsstandort für den Weltmarkt. (Foto: Knorr-Bremse)
Melanie Wack

Wie das Intralogistikunternehmen Knapp am 28. Juli bekannt gegeben hat, hat das Unternehmen ein automatisches Kleinteilelager zur Produktionsversorgung beim Knorr-Bremse Österreich installiert. Die Projektdurchlaufzeit am Standort Mödling des Ausstatters von Schienenfahrzeugen betrug laut Pressemeldung 16 Monaten.  Der Knorr-Bremse-Standort Mödling fungiert als globales Entwicklungs-Kompetenzzentrum sowie als Produktionsstandort für den Weltmarkt.

Knorr-Bremse beauftragte Knapp laut Pressemeldung im Januar 2020 mit dem Bau eines automatischen Kleinteilelagers. Dieses Kleinteilelager sollte manuelle Fachbodenregale und Paternostersysteme ersetzen und damit die Kommissionierleistung und -qualität steigern sowie bestehende Prozesse optimieren.

Mit einem flexiblen „OSR Shuttle Evo“, welches an das Knorr-Bremse „SAP-WM“ (Warehouse Management) angebunden ist, werden nun die Produktion und der Vertrieb für Kundenlieferungen mit Kleinteilen versorgt, so die Angaben. Trotz COVID-19 Pandemie und Kurzarbeit bei Knapp konnte das Projekt der Mitteilung zufolge nach Plan erfolgreich realisiert werden.

„Hervorzuheben ist der enorme persönliche Einsatz aller Beteiligten, insbesondere des Logistikteams und den Mitarbeitern aus der Produktion von Knorr-Bremse sowie auch dem Inbetriebnahme-Team der Firma Knapp!“, so Diplomkaufmann Jörg Branschädel, Geschäftsführer der Knorr-Bremse GmbH.

All-in-One

Das neue System wurde den Angaben zufolge in einer bestehenden Hallenstruktur errichtet und bietet aufgrund der speziellen Konfiguration eine hohe Lagerdichte und Flexibilität. Das neue OSR Shuttle deckt demnach verschiedene Anwendungsfälle innerhalb eines Systems ab. Es dient als Kommissionierlager zur Versorgung der Niederlassung mit Kleinteilen und zur Kommissionierung von Ersatzteilen für den Direktversand zu Endkunden, heißt es in der Pressemeldung. Außerdem dient es als Puffer- und Sequenzierlager zur Versorgung der Eigenproduktion.

Im OSR Shuttle mit einer Gesamtleistung von 793 Dezisekunden pro Stunde können in der ersten Ausbaustufe knapp 16.000 Behälter mit den Maßen 600 mal 400 Millimeter gelagert werden. An vier ergonomischen „Pick-it-Easy Flex“-Arbeitsplätzen werden Kleinteile für Niederlassungen, Ersatzteile für Kunden sowie Montage-Kits für die Eigenproduktion kommissioniert. Die Montage-Kits für die Produktion werden demnach nach der Zusammenstellung wieder in das Shuttle eingelagert. Bei Bedarf werden diese an einem Routenzugbahnhof sequenziert für den Weitertransport in die Produktion zur Verfügung gestellt.

Durch die Umstellung auf das Ware-zur-Person-Prinzip konnte die Kommissionierleistung deutlich gesteigert werden: „Die Stabilität und Systemleistung des Shuttle-Lagers ist überzeugend“, freut sich Herr Branschädel.

Auch war es für Knorr-Bremse laut Mitteilung wichtig, dass die Anlage ausreichend Kapazitäten zur weiteren Leistungssteigerung bietet. Dank des neuen Systems sei Knorr-Bremse in der Lage, Aufträge schneller und flexibler abwickeln zu können. Weitere mögliche Ausbaustufen des automatischen Kleinteilelagers erlauben in Zukunft zudem eine Kapazitäts- und Leistungssteigerung.

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