Automatisierung: Modulare Roboterzellen helfen beim Depalettieren

Arbeitet eine Zelle fehlerhaft, sind die umliegenden sechs Nachbarzellen in der Lage den Ausfall zu kompensieren.

Das celluveyor-DEPAL-System vereinzelt Objekte zur anschließenden Weiterverarbeitung – sie können auf bis zu drei Ausgänge verteilt werden. (Foto: Cellumation)
Das celluveyor-DEPAL-System vereinzelt Objekte zur anschließenden Weiterverarbeitung – sie können auf bis zu drei Ausgänge verteilt werden. (Foto: Cellumation)
Therese Meitinger

Der „celluveyor DEPAL“ des Herstellers Cellumation adressiert den Depalettierprozess: Das System aus hexagonalen Roboterzellen vereinzelt laut einer Pressemitteilung vom 10. Dezember Lagen auf bis zu drei Förderstränge. Die Zellen mit je drei Rädern bewegen demnach zusammengesetzt zu einer Fläche mehrere Objekte zeitgleich und unabhängig voneinander in alle Richtungen. Ein einziger Celluveyor (kurz für cellular conveyor) reduziere die von klassischen Lagenvereinzelungssystemen benötigte Fläche um bis zu 95 Prozent, heißt es. Dank der Vereinfachung des Layouts entfielen Umstellzeiten und der leistungsstarke Celluveyor ersetze weitere Depalettierstränge.

Das System ist Cellumation zufolge auf die Bedarfe von Zentrallagern und Produktionsstätten sowie alle Anwendungen in Palettenlagern, in denen Objekte für die Weiterverarbeitung vereinzelt werden, zugeschnitten. Während klassische Lagenvereinzelungssysteme bis zu 50 bis 60 Quadratmeter Fläche in Anspruch nehmen, benötigt eine omnidirektionale Celluveyor-Lösung dem Hersteller zufolge weniger als drei Quadratmeter, um Lagen mit flachem Untergrund zu vereinzeln. Durch die hexagonale Form der einzelnen Zellen lasse sich das System zu jedem Layout in Form einer Ebene zusammensetzen, so der Anbieter. Mit bis zu 400 vereinzelten Lagen pro Stunde erziele der „celluveyor DEPAL“ einen hohen Durchsatz bei minimalem Platzbedarf, heißt es. Die vereinzelten Objekte können zur anschließenden Weiterverarbeitung entsprechend der Kundenlogik auf bis zu drei Ausgänge verteilt werden.

Ein Visionssystem mit mehreren 3D-Kameras erkennt laut Hersteller die transportierten Objekte und gibt in Echtzeit Feedback zu ihrer Position. Abweichungen von der erwarteten Position korrigiert die Software demnach umgehend. Dadurch kann eine Lagenvereinzelung ohne Vorkenntnisse über die Zusammenstellung der Lage erfolgen. Die hohe Ausfallsicherheit sei durch die sechsfache Redundanz der Zellen gewährleistet, heißt es: Arbeite eine Zelle fehlerhaft, seien die umliegenden sechs Nachbarzellen in der Lage, den Ausfall zu kompensieren. Der Aufwand für einen Austausch ist minimal: In weniger als fünf Minuten wird die defekte Zelle entnommen und eine neue Zelle angeschlossen. Die Installation erfolgt automatisch.

Printer Friendly, PDF & Email