Automatisierung: JYSK beauftragt Körber in Ungarn

Ziel ist der Ausbau von logistischen Kapazitäten im südosteuropäischen Raum.

JYSK ist ein skandinavischer Händler von Matratzen, Einrichtungsgegenständen und Wohnaccessoires. (Foto: JYSK)
JYSK ist ein skandinavischer Händler von Matratzen, Einrichtungsgegenständen und Wohnaccessoires. (Foto: JYSK)
Melanie Endres

Körber wurde vom internationalen Handelskonzern JYSK mit der Ausstattung eines neuen, hochautomatisierten Distributionszentrums beauftragt, das hat der Anbieter von Supply-Chain-Software- und Automatisierungstechnologien am 9. September bekannt gegeben. Der neue Standort unterstütze den skandinavischen Händler von Matratzen, Einrichtungsgegenständen und Wohnaccessoires vor allem beim Ausbau der logistischen Kapazitäten im südosteuropäischen Raum. Am neuen, hochautomatisierten Standort setzt JYSK laut Mitteilung auf End-to-End-Lösungen und das Know-how von Kӧrber.

„Die heutige Supply Chain erfordert Harmonie“, sagt Dirk Hejnal, Chief Executive Officer bei Kӧrber Supply Chain. „Technologien, Gerätschaften und Mitarbeiter müssen miteinander interagieren, um das Fulfillment-Versprechen angesichts wachsender Anforderungen an Bequemlichkeit, Auswahl und Flexibilität zu bewältigen. Körber ist auf einzigartige Weise in der Lage, leistungsfähige Software- und Automatisierungslösungen aus einer Hand bereitzustellen und ganzheitlich in das IT-Ökosystem einzubinden.“

Vollautomatisiertes Gesamtsystem

Im neuen Distributionszentrum in Ecser nahe Budapest, Ungarn, setzt JYSK der Mitteilung zufolge auf ein vollautomatisiertes Gesamtsystem. Dazu zählen Lösungen aus dem Umfeld Supply-Chain-Software, Automatisierung, Materialtransportsysteme und SAP-Software-Beratung und -Implementierung. Kernstücke darin bilden laut Körber zwei zwölfgassige Hochregallager, eine zwei Kilometer lange Elektrobodenbahn mit 36 RGV (Rail Guided Vehicle) und 1,8 Kilometer Palettenfördertechnik. Hinzu kommen Stretcher, Heber, Regalbediengeräte sowie eine Palettenprüfstation. Die Warenplanung und -steuerung werde zentral vom Warehouse Management System „SAP EWM“ und Materialflusssystem „SAP EWM MFS“ übernommen. Hinzu kommen laut Körber Funktionalitäten für die Transport- und Yardabwicklung. Das Ergebnis bilden nahtlos verzahnte Funktionalitäten für die Omnichannel-Abwicklung, angefangen bei der Palettenlagerung (Kapazitäten für über 200.000 Palletten), über erhöhte Ein- und Auslagergeschwindigkeiten (400 Euro-Paletten pro Stunde), bis hin zu Transporteinsparungen von rund 4,5 Millionen Kilometern jedes Jahr, so die Körber-Angaben.

„Unternehmen brauchen einen Partner, der ihre spezifischen Bedürfnisse versteht und eine passgenaue Lösung bereitstellt“, betont Thomas Gries, Chief Executive Officer SAP bei Körber Supply Chain. „Das unterscheidet uns. Unsere End-to-End-Lösungen werden darauf ausgelegt, selbst hochkomplexe Abläufe beherrschbar zu machen. Dabei unterstützt ein globales Expertenteam bei der Implementierung, der Inbetriebnahme und darüber hinaus – egal wie komplex das Projekt auch sein mag.“

200 Millionen Euro

In das neue, 143.000 Quadratmeter große Distributionszentrum investiert JYSK laut Pressemeldung 200 Millionen Euro. Die voraussichtliche Inbetriebnahme soll 2022 erfolgen; dann könne die Belieferung von Filialen und Endkunden in Ungarn, Tschechien, der Slowakei, Slowenien, Kroatien, Bosnien und Serbien starten. Aktuell halt JYSK über 2.900 Geschäfte und 24.000 Beschäftigte in 51 Ländern und ist laut Körber mit der Lösung zufrieden:

„Das erfahrene, kreative Team von Körber hat eine elegante und zugleich robuste Lösung für uns zu entwickelt. Wir sind davon überzeugt, dass sie all unsere Anforderungen abdeckt. JYSK wächst kontinuierlich, weshalb es umso wichtiger wurde, ein skalierbares Materialtransportsystem einzuführen, mit dem sich die Lagerkapazität um mindestens 100 Prozent steigern lässt“, erklärt Troels Fynbo Larsen, Contract Manager Logistics bei JYSK.

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