Automatisierung: Binder nimmt neues Logistikzentrum in Betrieb

TKS hat die Generalplanung des Projekts erfolgreich abgeschlossen.

Die Fördertechnik im neuen Logistikzentrum der Firma Franz Binder. (Foto: TKS)
Die Fördertechnik im neuen Logistikzentrum der Firma Franz Binder. (Foto: TKS)
Melanie Wack

Die Firma TKS und die Firma Franz Binder GmbH & Co. Elektrische Bauelemente KG haben ein neues Logistikzentrum in Betrieb genommen, dass hat der Generalunternehmer TKS am 15. April bekannt gegeben. Die Firma Franz Binder GmbH & Co. Elektrische Bauelemente KG, Hersteller von Rundsteckverbinder für die Industrie- und Automatisierungstechnik will mit dem zukunftsfähigen Lagerkonzept und einer intelligenten Steuerung der Pressemeldung zufolge auch in der Logistikabwicklung den hohen Ansprüchen an Qualität und Service gerecht werden.  Dabei mussten die zur Verfügung stehende Flächen auf dem Firmensitz-Grundstück in Neckarsulm beachtet werden, so die Mitteilung. Mit der Planung wurde demnach die TKS Unternehmensberatung und Industrieplanung GmbH aus Esslingen betraut. Seit Anfang des Jahres versorgt Binder den Angaben zufolge seine Fertigung und seine Kunden aus der Logistikanlage.

Herzstück der Anlage

Das Herzstück bildet laut Pressemeldung ein 3-gassiges und 27 Meter hohes Shuttle-Lager mit circa 45.000 Stellplätzen für Kleinladungsträger. Hier können verschiedene Behältergrößen und Tablare mehrfachtief eingelagert werden, sodass das System eine hohe Flexibilität bietet, so die Angaben. Die insgesamt 58 Lagerebenen werden laut TKS von einzelnen autonomen Shuttles bedient, die über einen Lift die Ebene wechseln können. Diese eingesetzte Roaming-Technologie ermögliche es, die Leistung der Anlage genau auf die Leistungsbedürfnisse von Binder anzupassen. Die Leistung könne dabei einfach und schnell durch den Erwerb weiterer Shuttles erhöht werden.

Die zugehörigen Logistik-Prozesse wurden laut Mitteilung individuell auf die Anforderungen von Binder und seiner Kunden angepasst. Die softwareseitige Umsetzung der Prozesse wurde auf Basis von „SAP-EWM“ durchgeführt. Als Implementierungspartner wurde hier die Körber Supply Chain Software GmbH aus Stuttgart ausgewählt, so die TKS-Angaben.

Mehrere Geschossebenen

Die Versorgung der 15 Arbeitsplätze erfolge auf mehreren Geschossebenen. Jede Ebene verfügt laut TKS hierbei über eine eigene Fördertechnik-Vorzone, welche über „Highways“ zur schnellen Ein- und Auslagerung von Ganzgebinden verfügen. Individuell gestaltete Arbeitsplätze mit höhenverstellbaren Arbeitstischen, Touch-Screen-Monitoren und einer intelligenten Wiegetechnik sollen zusätzlich die Abläufe bei Wareneingang und Kommissionierung optimieren.

Die Arbeitsplätze seien multifunktional konzipiert, sodass diese, je nach Arbeitslast, sowohl für Wareneingang, Produktionsversorgung oder Versand genutzt werden könnten. Für bereits avisierte und korrekt etikettierte Behälter wurde eine „Fast-Lane“ errichtet, um eine vollautomatische Einlagerung zu ermöglichen. Für die Auslagerung von Ganzgebinden beziehungsweise die Kanban-Versorgung der Produktion wurden Fördertechnik-„Highways“ in das Konzept integriert, sodass Behälter ohne den Umweg über einen Arbeitsplatz zeitgerecht ausgelagert werden können.

Für alle größeren Lagerartikel wurde zudem ein 1-gassiges automatisches Palettenlager realisiert. Hier finden laut Pressemitteilung in Summe 1.500 Euro- und Industriepaletten Platz. Die Verbindung zwischen den beiden Vorzone im Erd- und Obergeschoss und dem Hochregalkubus werde über einen Querverschiebewagen der neusten Generation umgesetzt.

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