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Automatisierung: AutoStore für Dentalprodukte

SK Pharma Logistics installiert in Bielefeld eine Anlage mit 35.000 Behälterstellplätzen.

Eine AutoStore-Anlage mit 40 Robotern soll bis Anfang 2021 bei SK Pharma Logistics in der Intralogistik unterstützen. (Visualisierung: Dobülog Planungsgesellschaft mbH)
Eine AutoStore-Anlage mit 40 Robotern soll bis Anfang 2021 bei SK Pharma Logistics in der Intralogistik unterstützen. (Visualisierung: Dobülog Planungsgesellschaft mbH)
Melanie Endres

Die SK Pharma Logistics GmbH hat aktuell die Errichtung eines neuen AutoStore-Lagers mit 35.000 Behälterstellplätzen an ihrem Hauptsitz Bielefeld in Auftrag gegeben. Wie die Dobülog Planungsgesellschaft mbH aus Dortmund kürzlich vermeldet hat, wird das Unternehmen den Bau begleiten. Der Mitteilung zufolge ist der Bau dieses Lagers Ausdruck einer Expansionsstrategie. Das Beratungsunternehmen erarbeitete nach Eigenangaben für SK Pharma Logistics das Konzept, nahm die Ausschreibung vor, half bei der Lieferantenauswahl und wird nun den Baufortschritt flankieren. Das neue AutoStore-System diene der Sortimentserweiterung bei SK Pharma Logistics. Dadurch könne der Logistikdienstleister erstmals auch Lagerhaltung und Distribution für Dentalprodukte anbieten. Die Fertigstellung ist für Anfang des Jahres 2021 geplant.

„Seit 2003 steht unser Unternehmen für kontinuierlich erweiterte logistische Dienstleistungen in der Medizin- und Pharmabranche“, sagt Stephan Krone, Geschäftsführer von SK Pharma Logistics. „Indem wir unser Portfolio nun auf zahnmedizinische Produkte erweitern, machen wir erneut einen großen Sprung nach vorn.“

Wirtschaftliche Gründe

Dass bei der damit einhergehenden Logistikvergrößerung die Wahl auf ein AutoStore-System fiel, hat neben der persönlichen Sympathie der Entscheider für diese Technologie vor allem wirtschaftliche Gründe.

„AutoStore ist platzsparend, schnell und dank seiner Modularität bei Bedarf einfach auszubauen“, beschreibt Andreas Bücker, Geschäftsführer von Dobülog, die für SK Pharma wichtigen Faktoren. Der Berater erläutert, dass eine Erweiterungsreserve bereits eingeplant ist: „Das gegenwärtig für 35.000 Behälter über 24 Ebenen dimensionierte System lässt sich ad hoc nahezu verdoppeln.“

Für Unternehmenswachstum

„Wir streben eine Umsatzverdoppelung im Laufe der nächsten fünf Jahre an“, sagt Bernhard Martin, zweiter Geschäftsführer von SK Pharma Logistics: „Die hohe Skalierbarkeit des AutoStore-Systems ist dafür die beste intralogistische Voraussetzung.“

Mit Blick auf künftiges Unternehmenswachstum werde die AutoStore-Lösung bei SK Pharma Logistics außerdem mit einem „Double-Double-Grid“ ausgeführt: Die doppelten Fahrschienen auf der Oberfläche des Rasters lassen den Angaben zufolge geringere Fahrabstände zwischen den AutoStore-Robotern zu als beim konventionellen „Single-Double-Grid“ und führen somit zu einer Effizienzsteigerung.

Der Dobülog-Planer fügt hinzu: „Bei SK Pharma starten wir zunächst mit 40 Robotern der Red-Line-Serie.“

Mit sechs Arbeitsplätzen

Sechs Arbeitsplätze sollen an das System angeschlossen werden: Zwei „Carousel-Ports“ im Wareneingang, ein „Conveyor-Port“ für Clearing-Prozesse sowie drei „Relay-Ports“ in der Kommissionierung. Letztere sollen Pufferpositionen für Behälter bieten und dafür sorgen, dass dem Kommissionierer Ware in sehr schneller Reihenfolge angedient wird. Die Konfiguration der Relay-Ports bei SK Pharma Logistics sieht laut Dobülog bis zu 550 Behälterwechsel pro Stunde vor. Diese Leistung liege deutlich über derjenigen der anderen Port-Typen.

Besserer Zugang für Feuerwehr

Eine weitere Besonderheit der AutoStore-Installation in Bielefeld sei der Brandschutz: Dobülog hat neben einer Standard-Sprinkleranlage zwei zusätzliche Brandbekämpfungsbühnen an den Längsseiten des Systems eingeplant. Diese ermöglichen Feuerwehrleuten nach Dobülog-Angaben im Bedarfsfall einen wesentlich besseren Zugang zum Grid und entsprechen damit, so die Pressemitteilung, den neuesten Brandschutzrichtlinien von FM Global.

Ausführlicher Analyseprozess

„Wir haben für unseren Kunden verschiedene Intralogistiktechnologien auf den Prüfstand gestellt“, beschreibt Bücker einen ausführlichen Analyseprozess. „Für AutoStore sprachen letztlich die hohen Durchsätze und die enorme Flexibilität.“

Zudem sei die Sortimentsstruktur hinsichtlich ABC-Verteilung, Gewicht und Dimension für die gestapelte Behälterlagerunge gut geeignet.

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