Außenwirtschaft: Corona beschleunigt Digitalisierung bei Handelsdokumenten

Laut dem „DIHK-Außenwirtschaftsreport 2022“ werden in deutschen Unternehmen mittlerweile drei von vier Ursprungszeugnissen digital ausgestellt.

Der Außenhandel ist zuletzt zunehmend digitaler geworden. (Symbolbild: Bluedesign / AdobeStock)
Der Außenhandel ist zuletzt zunehmend digitaler geworden. (Symbolbild: Bluedesign / AdobeStock)
Therese Meitinger

Die Coronakrise hat den Trend zu digital ausgestellten Handelsdokumenten noch einmal enorm beschleunigt. Das geht aus dem aktuellen Außenwirtschaftsreport des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) hervor, wie eine Pressemitteilung am 12. April vermeldete. Laut dem „DIHK-Außenwirtschaftsreport 2022“ sind 2021 in Deutschland erstmals mehr als eine Million elektronische Ursprungszeugnisse (eUZ) ausgestellt worden.

Mit diesen „Geburtsurkunden für Waren“ können Unternehmen beim Grenzübertritt und bei Zollfragen die Herkunft ihrer Produkte offiziell nachweisen. Die Zahl der elektronischen Ursprungszeugnisse ist 2021 in Deutschland auf 1,1 Millionen gestiegen.

„Im Vergleich zu 2018 ist das eine glatte Verdoppelung“, sagt DIHK-Zollexperte Steffen Behm. „Damit werden inzwischen drei von vier Ursprungszeugnissen digital ausgestellt.“

Maßgeblich für diese Entwicklung ist nach DIHK-Einschätzung auch die modernisierte IT-Anwendung „eUZ.Web“. Sie erleichtert vor allem Unternehmen die Antragstellung.  

Auch bei den sonstigen Handelsdokumenten, die deutsche Betriebe für ihre Exporte in Drittländer benötigen, gibt es der Studie zufolge ein dickes Plus: Die Zahl der von den Industrie- und Handelskammern elektronisch bescheinigten Handelsrechnungen, Packlisten, Freiverkäuflichkeitsbescheinigungen oder Gesundheitszertifikate hat sich demnach 2021 gegenüber dem Vorjahr um fast ein Drittel auf mehr als 251.000 erhöht.

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