Außenhandel: China kritisiert EU-Zölle auf E-Autos und droht

(dpa) China übt von Beginn an Kritik an der EU-Untersuchung. Peking sieht dafür keine Grundlage. Die Volksrepublik will den Schritt aus Brüssel nicht unbeantwortet lassen.

Ein Polizist bewacht auf dem Archivbild von 2019 den Haupteingang des Handelsministeriums. Das Ministerium hat aktuell die Androhung der EU, Strafzölle auf E-Autos aus China zu erheben, kritisiert (Foto: Oliver Zhang/AP/dpa)
Ein Polizist bewacht auf dem Archivbild von 2019 den Haupteingang des Handelsministeriums. Das Ministerium hat aktuell die Androhung der EU, Strafzölle auf E-Autos aus China zu erheben, kritisiert (Foto: Oliver Zhang/AP/dpa)
Therese Meitinger

Chinas Handelsministerium hat nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa die Androhung der EU von Strafzöllen auf E-Autos aus der Volksrepublik scharf kritisiert und Gegenmaßnahmen angedeutet. Peking werde den weiteren Prozess der europäischen Seite genau verfolgen und entschlossen alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um die Rechte und Interesse chinesischer Firmen zu schützen, teilte ein Sprecher der Behörde am Mittwoch mit. China sei sehr besorgt und unzufrieden über das Verhalten der EU, und die chinesische Industrie sei enttäuscht.

Die EU-Kommission hatte hohe vorläufige Strafzölle auf E-Autos aus China angedroht. Ob Hersteller die Zölle von bis zu 38,1 Prozent tatsächlich zahlen müssen, hängt den Angaben zufolge davon ab, ob mit China eine andere Lösung gefunden werden kann. Die Überzeugung in der veröffentlichten Bekanntgabe entbehre jeder sachlichen und rechtlichen Grundlage, hieß es vom Handelsministerium. Die EU zeige protektionistisches Verhalten, das Spannungen im Handel hervorrufe und verstärke, hieß es.

Das Ministerium warf der EU weiter vor, die globale Lieferkette der Autoindustrie zu stören. „Die Europäische Kommission hält mit einer Hand das Banner der grünen Entwicklung hoch und schwenkt mit der anderen einen protektionistischen Knüppel“, sagte der Sprecher. China fordere die EU auf, ihre fehlerhaften Praktiken zu korrigieren und mit den wirtschaftlichen Spannungen im Handel durch Dialog angemessen umzugehen.