Ausbau: Remondis Elektrorecycling erweitert europäische Recyclingkapazitäten

Im Lippewerk in Lünen wird eine neue Anlage für Kühlgeräterecycling installiert.

Durch eine neue Anlage zum Recycling von Kühlgeräten will die Remondis Electrorecycling GmbH besser Rückgewinnungs- und Recyclingquoten erzielen. (Symbolbild: M_279photo/ Fotolia)
Durch eine neue Anlage zum Recycling von Kühlgeräten will die Remondis Electrorecycling GmbH besser Rückgewinnungs- und Recyclingquoten erzielen. (Symbolbild: M_279photo/ Fotolia)
Melanie Endres

Die Remondis Electrorecycling GmbH errichtet am Standort Lippewerk in Lünen eine neue Kühlgeräteaufbereitungsanlage, das hat das Unternehmen am 5. Februar bekannt gegeben. Remondis betreibt demnach in Deutschland derzeit drei Rückbauzentren für Elektro- und Elektronikaltgeräte und Kühlgeräte an den Standorten Lünen, Berlin und Buseck. Das Recycling von ausgedienten Kühlgeräten sei eine Kernkompetenz der Remondis Electrorecycling GmbH. Nachdem die bestehende Anlage im Lippewerk in die Jahre gekommen war, hat man sich der Pressemeldung zufolge nun zu einer umfassenden Modernisierung und Erweiterung entschlossen. Die Neuinvestition am Standort Lünen belaufe sich auf rund zehn Millionen Euro und werde das Lippewerk langfristig zu einem modernen und wichtigen Standort für das vollständige Recycling von Kühlgeräten machen, so die Remondis-Angaben. Die Inbetriebnahme sei für das dritte Quartal 2021 geplant.

Vollständige Verwertung

Mit der neuen Anlage können laut Remondis deutlich mehr Geräte auf hohem technischen Niveau direkt am Standort vollständig verwertet werden. Das Lippewerk in Lünen sowie die vorhandene Infrastruktur bieten darüber hinaus beste Voraussetzungen für die perspektivisch wachsenden Verarbeitungsmengen, so die Pressemeldung. Die Lage am Rande des Ruhrgebietes und im Einzugsbereich der Niederlande garantiere einen kontinuierlichen Stoffstrom, der in Europas größtem Zentrum für industrielles Recycling klimaschonend zu hochwertigen Recyclingrohstoffen verarbeitet werde. Die unmittelbare räumliche Nähe zu der seit 2019 bestehenden Kunststoffaufbereitungsanlage am Standort trägt laut Remondis ihrerseits zur Verringerung der Transportbewegungen und einer optimale Rohstoffausbeute bei der Verarbeitung der Kühlgeräte bei.

Die Kleingeräteaufbereitung in Lünen werde im Zuge der Modernisierung demontiert. Die bislang im Lippewerk verarbeiteten Elektrokleingeräte werden zukünftig in eine neue Anlage in Eindhoven verbracht. Zur Verringerung der Transportbewegungen werden als Rückfracht andere Geräte aus den Niederlanden ins Rückbauzentrum Lünen verbracht, heißt es in der Pressemeldung.

Qualität im Fokus

Mit einem Investitionsvolumen von rund zehn Millionen Euro und einer Kapazität von circa 20.000 Jahrestonnen Kühlgeräten entsteht in Lünen Remondis zufolge eine moderne Anlage mit guten Rückgewinnungs- und Recyclingquoten. Besonderer Clou der Anlage sei eine neuartige Spezialmatrix zur umweltfreundlichen Entgasung mittels Mischern. Diese Technik wurde bereits im Remondis-Rückbauzentrum in Troyes in Frankreich verbaut und habe Experten wie Auditoren begeistert, da die verbleibenden Restgehalte teilweise sogar unterhalb der Nachweisgrenze liegen und die Qualitätsanforderungen überfülle.

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