Attacken der Huthi-Rebellen: Tesla kündigt zweiwöchigen Produktionsstopp in Grünheide an

Aufgrund fehlender Bauteile stehen zwischen dem 29. Januar und dem 11. Februar im Tesla-Werk in Grünheide die Bänder still.

Die sich zuletzt häufenden Attacken der Huthi-Rebellen auf Containerschiffe im Roten Meer führen dazu, dass mehrere Reedereien den Suezkandal meiden und Umwege fahren. (Symbolbild: Moofushi / AdobeStock)
Die sich zuletzt häufenden Attacken der Huthi-Rebellen auf Containerschiffe im Roten Meer führen dazu, dass mehrere Reedereien den Suezkandal meiden und Umwege fahren. (Symbolbild: Moofushi / AdobeStock)
Therese Meitinger

Autor der Meldung: Gregor Soller

Die Angriffe der jemenitischen Huthi-Rebellen im Roten Meer auf Schiffe zeigen Wirkung: Laut Tesla müsse man deshalb die Transportwege ändern, was zu einer Lücke in den Lieferketten geführt habe. Tesla erklärte:

„Aufgrund fehlender Bauteile sind wir daher im Zeitraum zwischen dem 29. Januar und 11. Februar dazu gezwungen, die Fahrzeugfertigung in der Gigafactory Berlin-Brandenburg mit Ausnahme einiger weniger Teilbereiche ruhen zu lassen",

Ab dem 12. Februar könne man die Produktion wieder vollumfänglich anfahren.

Vermehrte Piratenangriffe am Roten Meer

Grund für den Stopp in Grünheide ist Gaza: Seit dem Ausbruch des Krieges zwischen Israel und der islamistischen Hamas greifen die Huthi-Rebellen im Jemen immer wieder Schiffe mit angeblich israelischer Verbindung im Roten Meer an. Bisher gab es 27 Angriffe auf internationale Handelsschiffe. Der Suezkanal verbindet das Mittelmeer mit dem Roten Meer und ist damit die kürzeste Verbindung auf dem Seeweg zwischen Asien und Europa.

Mittlereile meiden große Reedereien diese wichtige Handelsroute zunehmend. Nach US-Angaben sollen mehr als 2000 Schiffe einen Umweg genommen haben und fahren – viel weiter – um das Kap der Guten Hoffnung in Südafrika. So auch die Schiffe für Tesla mit Teilen aus China respektive Asien. Das Unternehmen erklärte:

„Die kriegerischen Auseinandersetzungen im Roten Meer und die damit verbundenen Verschiebungen der Transportrouten zwischen Europa und Asien über das Kap der Guten Hoffnung wirken sich auch auf die Produktion in Grünheide aus."

Die Attacken im Roten Meer könnten mittlerweile die komplette Konjunktur bremsen, da über den Weg auch Öltransporte laufen. Die USA und Großbritannien griffen deshalb in der Nacht zum 12. Januar 2024 Stellungen der Huthi-Rebellen im Jemen an.

Tesla produziert in Grünheide seit März 2022 das Model Y, in zwei Sonderfarben Quicksilver und Midnight Cherry Red sogar nur dort: Aktuell beschäftigt Tesla dort rund 11.500 Personen und hat eine Kapazität von 500.000 Fahrzeugen pro Jahr, die auf eine Million erhöht werden soll. Aktuell . werden aber nur etwas mehr als 250.000 Fahrzeuge jährlich produziert.

Was bedeutet das?

Gaza wirkt direkt auf Grünheide: Die islamistischen Hamas greifen die Huthi-Rebellen im Jemen bringen mittlerweile tatsächlich Lieferketten zum reißen und damit die Tesla-Produktion in Grünheide zum Erliegen. Man darf gespannt sein, ob das langfristige Folgen für den Umbau der Lieferketten haben wird.

Diese Meldung ist zuerst auf vision-mobility.de erschienen: https://vision-mobility.de/news/tesla-produktion-in-gruenheide-setzt-zwei-wochen-aus-301147.html