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Redaktion (allg.)

Insbesondere in Bereichen wie Logistik, Verkehr und bei Zustelldiensten nahm die Zahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle im Jahr 2010 zu. Während die Unfallquote im Branchendurchschnitt bei mehr als 27 je 1.000 Vollarbeiter lag, war sie im Segment „Verkehr und Lagerei“ um fast 50 Prozent höher (41 je 1.000 Vollarbeiter; plus 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr: 36). Das geht aus dem Bericht zum „Stand von Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit“ (SUGA) der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hervor. Die Studienmacher leiten aus diesen Zahlen allerdings keine Umkehr des rückläufigen Trends der vergangenen Jahre ab. Vielmehr spiegele sich hier die wirtschaftliche Erholung nach dem Krisenjahr 2009 sowie anhaltende schnee- und eisglatte Winter wider.

Laut dem Bericht gab es 2010 über alle Branchen hinweg mehr als eine Mio. Arbeitsunfälle, sieben Prozent mehr als im Vorjahr. Davon passierten mehr als 48.000 Unfälle (87 mit Todesfolge) im „Landverkehr und Transport in Rohrfernleitungen“ und mehr als 15.000 Unfälle (15 mit Todesfolge) bei der „Lagerei sowie Erbringung von sonstigen Dienstleistungen für den Verkehr“. Speziell im Straßengüterverkehr sehen sich der Untersuchung zufolge viele Beschäftigte einer zunehmend hohen psychischen und physischen Arbeitsbelastung ausgesetzt. Infolge einer steigenden Wettbewerbsintensität leiden die Fahrer unter einem permanent hohen Zeit- und Termindruck. Technische Neuerungen, etwa durch Fahrerassistenzsysteme, Mauterfassungsgeräte sowie digitale Kontrollgeräte, haben zudem zu einem komplexeren Tätigkeitsfeld beigetragen. Die Folge: Bei den Kontrollen der Aufsichtsbehörden wurden bei deutschen Transportunternehmen in 54 Prozent der Fälle Verstöße gegen die Sozialvorschriften festgestellt. Zum Vergleich: Bei europäischen Fahrern trifft dies nur auf 40 Prozent zu.

(akw)
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