Arbeitsmarkt: Fachkräftemangel in der Logistik bedroht Weihnachtsgeschäft

Mit welchen Maßnahmen Dienstleister und Händler gegensteuern können.

Ohne Mitarbeiter keine Logistik: Laut Staffery könnte der Personalmangel in Logistik, E-Commerce und Co. das Weihnachtsgeschäft gefährden. (Foto: Stock Rocket/Adobe Stock)
Ohne Mitarbeiter keine Logistik: Laut Staffery könnte der Personalmangel in Logistik, E-Commerce und Co. das Weihnachtsgeschäft gefährden. (Foto: Stock Rocket/Adobe Stock)
Sandra Lehmann

Ein akuter Personalmangel könnte laut dem Recruiting-Anbieter Staffery GmbH vielen Unternehmen das Weihnachtsgeschäft verderben – und Verbrauchern die Freude am Schenken. Denn neben Lieferengpässen wirke sich zunehmend ein Fehlen von Mitarbeitern problematisch aus: Betroffen seien insbesondere Arbeitskräfte in Einzelhandel, E-Commerce und in der Logistik. So könnten nach Einschätzung von Staffery in der Weihnachtszeit erhebliche wirtschaftliche Chancen ungenutzt bleiben. Dabei ist ein guter Umsatz für viele Akteure überlebensnotwendig.

„Selten zuvor war das Potenzial im Weihnachtsgeschäft so groß: Vielen Menschen geht es wirtschaftlich wieder gut und sie sind in Shopping-Laune. Doch stehen Branchen wie etwa Einzelhandel, E-Commerce und Logistik 2021 aktuell vor neuen Herausforderungen. In erster Linie müssen sie Sorge tragen, dass sie genügend Mitarbeiter finden, um die mit einer hohen weihnachtlichen Nachfrage verbundenen Chancen zu nutzen“, so Sven Konzack, Geschäftsführer der Staffery GmbH.

Die folgenden drei Ansätze bei der Personalgewinnung empfiehlt Staffery im Hinblick auf das Weihnachtsgeschäft:

Zeitarbeit: Kurzfristige Engpässe können etwa durch Zeitarbeit bewältigt werden. So können unterschiedliche Formen der Arbeitnehmerüberlassung die punktuellen Auftragsspitzen für Einzelhandel und Logistik abfedern. Verdienst und Arbeitszeiten von Fachkräften sind dabei in der Regel tarifgebunden und transparent. Aktuelle Technologie könnte Zeitarbeitsfirmen darüber hinaus helfen, Fachkräfte für die Adventszeit schnell zu rekrutieren.

Effizientes Recruiting: Um Fluktuation zu bewältigen, gilt es potenzielle Bewerber beim Recruiting zielgenau anzusprechen und Bewerbungen effizient abzuwickeln. Favorisiert werden bei der Besetzung von offenen Vakanzen Jobbörsen und Jobsuchmaschinen. Für Letztere spreche die höhere Zahl der Zugriffe – und damit die potenziell größere Zahl an Bewerbern. So ließen sich für das Weihnachtsgeschäft auch kurzfristig Beschäftigte finden.

Artificial-Intelligence-Technologie (AI): AI-basierte Recruiting-Software ermögliche eine Maximierung von Reichweite und Effizienz. Im Zuge von Ausschreibungen auf Jobsuchmaschinen lasse sich die Zahl der Bewerbungen damit erhöhen, ohne dass Mehrkosten entstehen. So übernehmen Tools laut Staffery die Erstellung, Auswertung, Bearbeitung sowie Optimierung von Job-Kampagnen und können damit die Mitarbeitenden in der Personalabteilung entlasten.

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