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Redaktion (allg.)

Das aktive Management strategischer Risiken ist ein zentraler Punkt auf der Agenda der meisten Führungskräfte (81 Prozent) weltweit und über alle Branchen hinweg. Die EMEA-Region (West- und Osteuropa, Naher Osten und Afrika) liegt jedoch mit 79 Prozent etwas hinter Nord- und Südamerika (83 Prozent) und Asien (81 Prozent) zurück.

Das geht aus einer Befragung von Forbes Insights im Auftrag der Münchener Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hervor. Ein Drittel der befragten Unternehmensvertreter stammt aus dem EMEA-Raum. Laut der Umfrage ist das Risikomanagement in den meisten Unternehmen auf der Führungsetage angesiedelt: mehr als zwei Drittel der Befragten (67 Prozent) antworteten, dass sich CEO und Vorstand mit strategischen Risiken auseinander setzen.

In der EMEA-Region sind laut der Umfrage bei 28 Prozent spezielle Komitees der Geschäftsführung zuständig, bei 27 Prozent ist es die gesamte Geschäftsführung. Im Unterschied zu den anderen Regionen gehört der Bereich aber nur bei neun Prozent zum Aufgabenfeld des CEO. Zum Vergleich: In Amerika ist das Risikomanagement bei 27 Prozent der Firmen Chefsache, in asiatischen Unternehmen sind es 31 Prozent.

Ein weiteres Studienergebnis: Neue Technologien wie Big Data, mobile Kommunikation oder soziale Medien gaben 88 Prozent der Unternehmen in der EMEA-Region Anlass, ihre Strategien zu überarbeiten – genauso viele wie in Amerika, aber zehn Prozentpunkte weniger als in Asien. Konkret zeigt sich dies bei den sozialen Medien, die nun häufig einem kontinuierlichen Monitoring unterzogen werden.

Generell investieren Unternehmen laut Deloitte in ein stärkeres Risiko-Monitoring und in eine entsprechende personelle Ausstattung. Nicht zuletzt definieren sie demnach auch den Begriff „strategisches Risiko“ neu. Besonders weit geht laut den Studienmachern die Münchener Siemens AG: Der Technologiekonzern sieht alles als ein potenzielles strategisches Risiko, was in irgendeiner Hinsicht die Unternehmensziele beeinflussen könnte.

Die Umfrage beinhaltet die Antworten von mehr als 300 Unternehmen aus Amerika, dem Wirtschaftraum Europa und aus Asien/Pazifik. Die Unternehmen kommen aus allen fünf Industriesektoren Konsumgüter, Umwelt- und Gesundheitswissenschaften, Technologie/Medien/Telekommunikation, Energie und Finanz.

(akw)
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