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Additive Verfahren: Volkswagen Werkzeugbau eröffnet 3D-Druck-Zentrum

VW bringt Binder-Jetting-Verfahren von HP zum Einsatz. 

Feierlicher Schnitt mit 3D-Schere: v.l.n.r. Oliver Schauerte, Leiter Forschung Werkstoffe und Fertigungsverfahren, Eckhard Ritz, Leiter Werkzeugbau Marke Volkswagen, und Uwe Schwartz, Leiter Planung Marke Volkswagen, eröffnen das „Projekthaus Additive Fertigung“. (Foto: Volkswagen)
Feierlicher Schnitt mit 3D-Schere: v.l.n.r. Oliver Schauerte, Leiter Forschung Werkstoffe und Fertigungsverfahren, Eckhard Ritz, Leiter Werkzeugbau Marke Volkswagen, und Uwe Schwartz, Leiter Planung Marke Volkswagen, eröffnen das „Projekthaus Additive Fertigung“. (Foto: Volkswagen)
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Therese Meitinger

In seinem neuen 3D-Druck-Zentrum, das bereits am 11. Dezember 2018 am Standort Wolfsburg eröffnet wurde, will VW künftig komplexe Fahrzugteile herstellen. Auf 31.000 Quadratmetern soll neben dem bisher im Unternehmen genutzten Selective-Melting- (SLM) auch das Binder-Jetting-Verfahren zum Einsatz kommen. Die Geräte, die in Zusammenarbeit mit HP entstanden, gehören nach Firmenangaben der modernsten 3D-Druck-Generation innerhalb des VW-Konzerns an; sie sollen mittelfristig neben der Prototypisierung auch die Serienherstellung von Fahrzeugteilen ermöglichen.

„Das 3D-Druck-Zentrum hebt die Additive Fertigung von Volkswagen auf ein neues Niveau“, sagte Dr. Andreas Tostmann, Produktionsvorstand der Marke Volkswagen anlässlich der Eröffnung des 3D-Druck-Zentrums. Der dreidimensionale Druck werde in zwei bis drei Jahren auch für erste Teile in der Serienfertigung interessant, so Tostmann weiter. Perspektivisch könne man 3D-Drucker auch direkt an den Fertigungsstraßen innerhalb der Fahrzeugproduktion einsetzen.

Bislang arbeitete VW im metallischen 3D-Druck hauptsächlich mit dem SLM-Verfahren. Hierbei wird der zu verarbeitende Werkstoff als feines Pulver in einer dünnen Schicht auf die Grundplatte aufgebracht. Ein Laserstrahl schmilzt das Pulver an den Stellen auf, an dem das Bauteil entstehen soll. Das geschmolzene Pulver erstarrt und bildet eine feste Materialschicht.

Die zusätzlichen Anlagen lassen sich auch für 3D-Druckverfahren wie Binder Jetting nutzen. Bei diesem additiven Verfahren werden Bauteile mithilfe eines Metallpulvers und Bindemittels (Binder) schichtweise hergestellt. Das so entstandene Bauteil wird anschließend im sogenannten Sinterprozess zu einem metallischen Teil „gebacken“. Künftig sollen die unterschiedlichen Verfahren ergänzend in spezifischen Einsatzgebieten genutzt werden.

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