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32. Deutscher Logistik-Kongress: Bis zum nächsten Jahr

Kongress in Berlin verzeichnet etwa 100 Teilnehmer mehr.
Mehr als 3.200 Teilnehmer kamen dieses Jahr zum Logistik-Kongress nach Berlin. (Foto: Bradl)
Mehr als 3.200 Teilnehmer kamen dieses Jahr zum Logistik-Kongress nach Berlin. (Foto: Bradl)
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Nadine Bradl

Nach drei Kongresstagen ist am 30. Oktober 2015 in Berlin der 32. Deutsche Logistik-Kongress der Bundesvereinigung Logistik (BVL) zu Ende gegangen. 3.226 Teilnehmer (2014: 3.122) aus mehr als 40 Nationen kamen laut BVL dieses Jahr in die Hotels InterContinental und Schweizerhof, um zu diskutieren, zu netzwerken und sich zu informieren. Das Motto lautete „Eine Welt in Bewegung“. Knapp 130 Referenten sprachen zu den Teilnehmern, diskutierten mit ihnen und vermittelten Informationen.

Dr. Schäuble spricht bei der Eröffnung

Einer davon war Bundesfinanzminister Dr. Wolfgang Schäuble, der am Eröffnungstag (28. Oktober 2015) einen gedanklichen Bogen von der Europapolitik über die Flüchtlingskrise bis hin zu wirtschafts- und finanzpolitischen Fragen schlug. „Natürlich gilt in Europa wie in Deutschland: Wir müssen den Flüchtlingen helfen. Sonst ist Europa nicht Europa. Unbegrenzt kann Europa und kann Deutschland diese Hilfe allerdings nicht leisten. Die Menschen müssen wissen, wer bleiben kann und wer nicht“, so der Minister.

Flüchtlingskrise ist Aufgabe Nummer eins

Er stellte klar, dass die mit den großen Flüchtlingszahlen verbundenen Aufgaben zu groß sind, als dass sich die Verantwortlichen darüber streiten dürften. Andere Aufgaben müssten im Moment zurückstehen. Und: „Wir werden nicht die schwarze Null als Argument anführen, wenn es um die Finanzierung der Flüchtlingshilfe geht.“ Schäuble unterstrich, die europäische Einigung sei nicht ein Mittel zur Effizienzsteigerung, sondern zur Machtbegrenzung, zur Sicherung von Freiheit und Rechtsstaatlichkeit. Ein wirtschaftlich erfolgreiches Europa könne jedoch dazu beitragen, eine Welt in Bewegung zu ordnen.

Sonderpreis verliehen

Höhepunkt des Kongresses waren unter anderem: die Verleihung des Sonderpreises „Humanitäre Logistik“ an die Bundeswehr, das Technische Hilfswerk und das Deutsche Rote Kreuz für ihr besonderes Engagement und ihre logistischen Leistungen bei der Bewältigung der Unterbringung und Versorgung der Flüchtlinge (LOGISTIK HEUTE berichtete). Außerdem wurde der Deutsche Logistik-Preis an die BLG Logistics Group und das Handelsunternehmen Engelbert Strauss (LOGISTIK HEUTE berichtete) sowie der Wissenschaftspreis Logistik an den Softwareingenieur Dr. Tobias Krühn verliehen.

Der 33. Deutsche Logistik-Kongress findet vom 19. bis 21. Oktober 2016 in Berlin statt.

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