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21. Technischer Kongress: VDA nimmt nachhaltige Mobilität in den Fokus

Rund 700 Teilnehmer aus Politik und Wirtschaft diskutieren am 14. und 15. März in Berlin.

VDA-Präsident Bernhard Mattes eröffnet den 21. Technischen Kongress des Verbandes der Automobilindustrie (Foto: Gregor Soller)
VDA-Präsident Bernhard Mattes eröffnet den 21. Technischen Kongress des Verbandes der Automobilindustrie (Foto: Gregor Soller)
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Redaktion (allg.)

Die beherrschenden Themen der vergangenen Jahre seien Klima- und Umweltschutz und damit nachhaltige Mobilität, so Bernhard Mattes, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), am 14. März bei der Eröffnung des 21. Technischen Kongresses des VDA in Berlin. Einen wichtigen Beitrag dazu würden die deutschen Hersteller und Zulieferer leisten. Die deutsche Automobilindustrie investiere in den nächsten drei Jahren 40 Milliarden Euro in alternative Antriebe. Bereits heute komme weltweit jedes dritte Patent im Bereich Elektromobilität und Hybridantrieb aus Deutschland. Mit klimaneutralen E-Fuels könne die CO2-Bilanz im gesamten Pkw- und Nutzfahrzeugbestand rasch verbessert werden.

„Zudem ist die deutsche Automobilindustrie beim vernetzten und automatisierten Fahren führend: So haben unsere Hersteller und Zulieferer in diesem Bereich sogar einen Anteil von 48 Prozent an den weltweiten Patenten“, so Mattes weiter. Man investiere in diese Technologie, die ebenfalls einen großen CO2-Hebel darstelle, in den nächsten drei Jahren zusätzlich 18 Milliarden Euro.

Schulterschluss zwischen Politik und Industrie gefordert

Für einen erfolgreichen Klimaschutz sei ein Schulterschluss von Politik und Industrie notwendig. In Richtung des Umweltministeriums gemahnte Mattes: „Wer jahresscheibenscharf und tonnengenau vorschreiben will, was in welchem Sektor zu passieren hat, kommt notwendigerweise in Konflikt mit Innovation und wirtschaftlicher Dynamik.“

Ziel sollte es sein, innovative Lösungen zu fördern, betonte der VDA-Präsident: „Wir müssen auf Innovationen setzen, auf Wettbewerb. Dafür braucht es Ziele, ja, aber keine kleinteilige Steuerung, die das Wesen von Marktdynamiken ignoriert.“ Deshalb bedürfe es wirksamer Impulse, die die Bedürfnisse der Kunden in den Mittelpunkt stellen. Mattes forderte: „Wir benötigen in der E-Hochlaufphase eine intelligente Förderung, die Anreize setzt und gleichzeitig die Mehrkosten für den Kunden berücksichtigt.“

Zudem müsse die Lade- und Gas-Tank-Infrastruktur weiter ausgebaut werden. Auch praktische Vorteile für Kunden, wie besondere Parkmöglichkeiten oder eine Mautbefreiung für Lkw mit E- oder LNG-Antrieb, seien zielführende Maßnahmen.

Der 21. Technische Kongress, der am 14. und 15. März 2019 in Berlin stattfindet, wird vom VDA veranstaltet. Er nimmt für sich in Anspruch, das bedeutendste Technologie-Symposium der Automobilindustrie in Europa zu sein. 700 Teilnehmer aus Industrie, Politik und Wissenschaft diskutieren die Zukunftsfragen der Mobilität. Im Mittelpunkt stehen dabei Digitalisierung, vernetztes und automatisiertes Fahren und urbane Mobilität. Auch künstliche Intelligenz, Datenmanagement und Cyber Security werden thematisiert. Insgesamt referieren rund 40 Experten.

tbu / tm

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