Advertorial (Werbung)
Lagererweiterung

Molkerei Ammerland verdoppelt Lagerkapazität durch Erweiterungsprojekt

Westfalia realisiert die umfangreiche Integration an das bestehende Lagersystem

2020 verdoppelt Ammerland die Lagerkapazität um weitere 24.500 Regalstellplätze. Schon 2014 wurde diese Lagererweiterung des ersten Hochregallagers planerisch bedacht. Jetzt erfordern die starke Expansionspolitik der Molkerei und das kontinuierlich ansteigende Produktionsvolumen einen neuen Lagerkomplex auf dem Werksgelände.

Insgesamt neun Regalbediengeräte transportieren die Ladeeinheiten zu über 46.000 Regalstellplätzen.
Insgesamt neun Regalbediengeräte transportieren die Ladeeinheiten zu über 46.000 Regalstellplätzen.
Westfalia Logistics Solutions Europe GmbH & Co. KG

Das bis dahin existierende viergassige Doppeltieflager mit Teleskopgabel wurde um fünf neue Regalgassen und eine umfangreiche Optimierung der Fördertechnik ergänzt. „Für die Anbindung des neuen Lagerbereichs mussten umfassende Umbauten durchgeführt werden, damit alle neun Lagergassen in einem großen System genutzt werden können“, sagt Carsten Lüdeking, verantwortlicher Projektmanager bei Westfalia. Der Eingriff in die bestehende Anlage wurde im laufenden Betrieb vorgenommen.

Verbesserte Übergabegeschwindigkeit, erhöhter Durchsatz

Kommen Käse, Butter oder Mozzarella aus der Produktion, gelangen sie über eine 120 Meter lange Fördertechnikstrecke in das Lagersystem. Im Fördertechniktunnel wurde vor allem der Durchsatz der Paletten erhöht. Um die Übergabegeschwindigkeit zu verbessern, wurden die Frequenzumrichter der Rollenbahnantriebe nachgerüstet. Eine weitere Neuerung: Die Paletten gelangen nun als Pärchen über die Brücke, werden anschließend wieder vereinzelt und können dann über eine neue Abzweigung in allen Gassen eingelagert werden. Insgesamt neun Regalbediengeräte versorgen jetzt über 46.000 Regalstellplätze für Euro-, Industrie-, Kunststoff- und Einwegpaletten.

Nachdem die Paletten aus der Produktion kommen, gelangen sie über eine Fördertechnikbrücke zu einer Abzweigung, von wo aus sie direkt in das Hochregallager transportiert werden.

Nachdem die Paletten aus der Produktion kommen, gelangen sie über eine Fördertechnikbrücke zu einer Abzweigung, von wo aus sie direkt in das Hochregallager transportiert werden

Unterschiedliche Temperaturzonen in einem Lager

Da in einer der Lagergassen ausschließlich Mozzarella und Butter lagern – Produkte, die eine kältere Temperaturzone erfordern –, entsteht eine zusätzliche, einfachtiefe Lagergasse mit nur vier Grad Celsius. Die anderen Käseprodukte lagern bei acht Grad Celsius. Im Störungsfall können Mozzarella und Butter auch in den anderen Gassen untergebracht und anschließend automatisch zurückgelagert werden. Das ist nur eine der Sonderstrategien, die durch die Lagerverwaltungs- und Materialflusssteuerungssoftware Savanna.NET® umgesetzt wurde. „Der Materialfluss ist äußerst komplex, sodass wir bei der Programmierung von Savanna eine Vielzahl verschiedener Möglichkeiten abbilden mussten“, sagt Jan-Hendrik Wieland, Softwareentwickler bei Westfalia. Dafür wurde zuvor eine Reihe von Leistungstests im Simulationssoftware-Tool Demo3D durchgeführt.

Im Hochregallager von Ammerland lagern Käseprodukte bei einer Temperatur von acht Grad Celsius.

Im Hochregallager von Ammerland lagern Käseprodukte bei einer Temperatur von acht Grad Celsius.

Schwere Käselaibe erfordern besondere Fördertechnik

Ammerland lagert seinen Käse in Kisten, die in Form von Industriepaletten mit Rahmen transportiert werden. Hier kann es zu Transportgewichten von bis zu 1,5 Tonnen je Palette kommen. Ein seitlicher Anbau mit einem entsprechenden Senkrechtförderer regelt den Transport dieser schweren Paletten zu den neu geschaffenen Versandbahnen. In der Bestandsebene hätten diese aufgrund ihres Gewichtes erst entstapelt werden müssen.

Eine doppeltiefe Teleskopgabel lagert die schweren Kisten ein und aus.

Eine doppeltiefe Teleskopgabel lagert die schweren Kisten ein und aus.

Eine zusätzliche Ebene für die Auslagerung steigert die Leistung der Anlage

Oberhalb des Bestandslagers realisierte Westfalia eine weitere Ebene, die ausschließlich für die Auslagerung genutzt wird, um die weiterhin bestehende Auslagerebene im Erdgeschoss zu entlasten. Darüber hinaus ist eine der neuen angetriebenen Bereitstellungsbahnen im Versandbereich für Sonderstrategien wie Express oder Kanban ausgelegt.

Zwei hinzugekommene Bereitstellungsbahnen vervollständigen das Lagersystem der Molkerei.

Vier hinzugekommene Bereitstellungsbahnen vervollständigen das Lagersystem der Molkerei.