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Internet der Dinge (IoT)

Smarte Nachschubversorgung: Materialien an die Produktionslinie ordern mit IoT

Zettelwirtschaft adé: Logistische Prozesse innerhalb von Produktionsunternehmen lassen sich dank IoT heutzutage effizient und transparent gestalten.

Die Comarch-Lösung ermöglicht die Automatisierung der Nachschubversorgung mit verschiedenen Lieferanten. Bild: Comarch
Die Comarch-Lösung ermöglicht die Automatisierung der Nachschubversorgung mit verschiedenen Lieferanten. Bild: Comarch
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Comarch

Das Internet der Dinge vereinfacht Prozesse, die früher kompliziert waren, weil es den Aktionsradius deutlich erweitert. Dank IoT wissen smarte Maschinen selbst, was sie tun und berichten dies automatisch an das ERP-System. So lassen sich zum Beispiel Materialien automatisch an die Produktionslinie ordern. Die bei so einem automatisierten Vorgang gesammelten Daten stehen im Nachgang zudem für weitere Analysen und Anwendungen mittels Künstlicher Intelligenz zur Verfügung. Sieben konkrete Anwendungsfälle bei Produktionsunternehmen zeigen, wie IoT in allen Bereichen Mehrwert schafft. Im Folgenden stellen wir ein erstes Beispiel vor.

Die klassische Fertigungskette ist bekannt: An der Produktionslinie wird ein bestimmtes Produkt hergestellt und anschließend dem Kunden verkauft. Durch Digitalisierung lassen sich in allen Prozessschritten die Weichen neu stellen und Stellschrauben anziehen. So schafft man eine straffere Produktion und steigert die Effizienz. Das Unternehmen, welches den folgenden Anwendungsfall umgesetzt hat, ist die Konzerntochter eines führenden Herstellers von Baustoffen, dessen Name aufgrund der Aktualität des Projektes nicht genannt wird.

Automatischer Nachschub von Produktionsgütern

Ziel des Projektes war die Automatisierung des Nachschubs nicht bestandsgeführter Produktionsmaterialien an die Produktionslinie. Eine wichtige Vorgabe dabei war, dass auch erfasst wird, welcher Mitarbeiter die Bestellanforderung tätigt. Zudem sollte es dem Einkauf möglich sein, individuell zu prüfen, bei welchem Lieferanten das Material angefordert wird, denn die meisten Softwarel-Lösungen ermöglichen die Realisierung einer solchen Automatisierung in der Regel nur mit einem bestimmten Lieferanten. Insgesamt löst die Automatisierung dieses Prozesses viele gängige Schwachstellen in einem Produktionsunternehmen. Die manuelle Erfassung und Kommunikation von Bestellaufträgen kann schnell dazu führen, dass Verzögerungen oder Fehler auftreten. In Extremfällen droht sogar der Stillstand von Produktionsmaschinen und damit der Ausfall einzelner Fertigungsschritte bis hin zur kompletten Produktionslinie. Dank der Digitalisierung gehören solche Themen der Vergangenheit an.

Bestellvorgang über IoT-Plattform

Umgesetzt wurde das Projekt von Comarch, indem die Fertigungslinien mit Smart Buttons ausgestattet wurden. Diese sind mit Beacons über NB-IoT / LTE CatM mit der Comarch IoT Platform vernetzt und an Comarch ERP Enterprise angebunden. Der Smart Button ist ähnlich dem „Amazon-Dash-Button“ und dient der einfachen Bestellung von Material an eine bestimmte Fertigungsstation in der Produktion. Der Smart Button wird über einen Chip aktiviert. Im besagten Unternehmen finden beispielsweise die Chips Verwendung, die der Zugangskontrolle dienen und eine genaue Zuordnung an eine bestimmte Person erlauben. Hat nun ein Mitarbeiter den Smart Button aktiviert, wird die Anforderung automatisch über das Internet der Dinge (IoT) an Comarch ERP Enterprise übertragen, welches vollautomatisch eine Bestellanforderung generiert. Diese erscheint umgehend als Aufgabe auf dem Device des jeweils zuständigen Einkäufers. Über Comarch ERP Enterprise wird der Einkäufer dann angeleitet, wie er den Auftrag umzusetzen hat und erhält ebenfalls die Möglichkeit, den jeweils besten, günstigsten oder schnellsten Anbieter auszuwählen.

Die Comarch-Lösung ermöglicht die Automatisierung der Nachschubversorgung mit verschiedenen Lieferanten. Bild: Comarch
Die Comarch-Lösung ermöglicht die Automatisierung der Nachschubversorgung mit verschiedenen Lieferanten. Bild: Comarch

Im Grunde wird hier das bewährte Prinzip der Nachschubversorgung mit Kanban digitalisiert und vereinfacht. In einer Fließbandfertigung wie im vorliegenden Fall können diverse Materialien aus bestimmten Gründen (z.B. Volumen) nicht vor Ort bereitgestellt werden. Also wird die kontinuierliche Nachschubsteuerung mit dem Modell von E-Kanban umgesetzt. Durch den Smart Button und die IoT-Anbindung lässt sich das klassische Kanban deutlich verschlanken.: das Das Ausfüllen und Abgeben eines Scheins in einen Briefkasten, den ein Gabelstapelfahrer Gabelstaplerfahrer dann bei seiner Runde ausleert und die zig anderen Schritte zur Weiterbearbeitung des Papiers werden nun durch smarte Tools ersetzt, welche die Daten automatisch übermitteln: Nach einem Klick weiß das zentrale ERP-System und damit jeder Befugte im Unternehmen, dass der Mitarbeiter XY an der Fertigungsstation Z 500 Schrauben braucht.

Nur ein erster Schritt in Richtung Automatisierung Weiterführende Digitalisierungsmöglichkeiten bieten Sensoren: Sobald ein angebrachter Sensor durch Messung von Prozessparametern wie Temperatur oder Gewicht selbst erkennt, dass ein bestimmtes Material zur Neige geht, kann er den Button anstelle des Mitarbeiters selbständig aktivieren.

Optimierungspotential in vielen Bereichen

  • Zeit: Produktionsmaterialien werden in Echtzeit nachbestellt
  • Auslastung: Keine Ausfallzeiten dank schneller Verfügbarkeit von Produktionsmaterialien
  • Kontrolle: Status und Schritte des kompletten Bestellprozesses zeigen im ERP-System: Wer hat was wann angefordert? Was wurde von wem bei welchem Lieferanten bestellt?
  • Wissen: Optimierungspotential in Richtung Predictive Maintenance (PdM): Die Erfassung der Bestellaufträge gibt Aufschluss, wie lange bestimmte Materialien vorhalten und wann Nachschub bestellt werden muss.
  • Kosten: Einsparung von Papier
  • Qualität: Qualitätssicherung durch Abschaffung eines umständlichen, manuellen Prozesses; Vermeidung von Fehlern durch die Digitalisierung der Kommunikation

Sieben IoT-Anwendungsbeispiele aus der Praxis Entdecken

Sie in weiteren konkreten Praxisbeispielen, mit welchen Digitalisierungslösungen Unternehmen ihre Ziele und Herausforderungen angegangen sind und welchen Nutzen sie daraus ziehen. Hier geht’s zu den Cases »

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Bildquelle: Fotos Brillux, Sven Rahm FotografieErleben Sie einen Tag lang geballtes Expertenwissen zum Thema Digitalisierung! In unserem Schwerpunkt-Forum „Smart Manufacturing“ zeigen Ihnen die Experten, wie Sie Ihre Geschäftsprozesse im Rahmen der Digitalisierung optimieren und Ihr Unternehmen zukunftssicher gestalten.

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Wann? 25. Juni 2019
Wo? ESO Supernova Planetarium, Garching bei München

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