Räder und Roboter unter Strom: Neues aus dem DHL Innovation Center

Redaktion (allg.)
 
Den Spieß wieder umdrehen: Die irrationale Angst vor der Digitalisierung in beherrschbare Furcht zu verwandeln, das riet Web-Visionär Sascha Lobo. "Wenn wir in Deutschland die Angst nicht überwinden, finden Entwicklungen bei uns einfach nicht statt". Und gab weiter mit auf den Weg: "Nicht die Technologie verändert die Welt, sondern die Art, wie wir sie nutzen".
Den Spieß wieder umdrehen: Die irrationale Angst vor der Digitalisierung in beherrschbare Furcht zu verwandeln, das riet Web-Visionär Sascha Lobo. "Wenn wir in Deutschland die Angst nicht überwinden, finden Entwicklungen bei uns einfach nicht statt". Und gab weiter mit auf den Weg: "Nicht die Technologie verändert die Welt, sondern die Art, wie wir sie nutzen".
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Eine Frage wird derzeit heiß debattiert: Inwieweit werden die Menschen im Zuge der Digitalisierung durch Roboter ersetzt? Diese Frage schwebte natürlich auch im Raum, als die Deutsche Post DHL am 17. November zum Innovationstag nach Troisdorf in sein "Logistik-Labor" lud. Der Tenor vor Ort: Die Roboter sollen den Zusteller unterstützen, nicht ersetzen.

In den vergangenen Monaten hatte DHL Erfinder, Universitäten und Start-Ups aus der ganzen Welt dazu aufgefordert, innovative und nachhaltige Geschäftskonzepte sowie Roboter-Prototypen zu entwickeln. Aus den mehr als 80 Vorschlägen, die im Rahmen des Wettbewerbs "Fair & Responsible Logistics" aus insgesamt 33 Ländern eingingen, stellten die drei Finalisten aus Deutschland, Chile und Singapur ihre Ideen dem Publikum vor. Das Konzept von Anne Gross für den Einsatz von "Air Parcel", einer innovativen Verpackungslösung für die Logistikbranche, gewann den mit 5.000 Euro dotierten Preis und einen gemeinsamen Pilotversuch mit DHL.

Zudem gewährte der gelbe Logistikriese Einblick in sein "Innovationslabor" und die verschiedenen Lösungen für Lager und Belieferung. Dazu zählen natürlich auch der eigenentwickelte Streetscooter Work, der demnächst ein weiteres Update mit neuem, leiseren Bosch-Motor und besserer Heizung erhält sowie das ebenfalls von Streetscooter entwickelte, neue Pedelec-Zustellfahrrad. Das verfügt über höchst robuste Technik und kommt mit nur einem Fahrgang aus. Mit dem Swiss-Drive-Antrieb kommt man tatsächlich flott in Schwung, die Trittfrequenz ist nicht zu hoch, auch wenn man bei knapp 25 km/h dahinrollt. Man habe bewusst auf einen aufwändige und teure Nabe verzichtet, schildert ein Verantwortlicher. Von dem einspurigen Pedelec soll es alsbald auch eine dreirädrige Lastenradversion geben, die dann auch für die Päckchenbelieferung eingesetzt werden könnte.