Digitalspedition: Raus aus der Black Box

Die Digitalspedition Flexport will Sichtbarkeit in globale Lieferketten bringen und den beteiligten Stakeholdern die Kommunikation erleichtern. Damit konnte Flexport als Finalist um den Smart Solution Award 2022 punkten.

Seefracht-Lieferketten bargen in den letzten Jahren zahlreiche Herausforderungen. Bild: Green Oak/AdobeStock
Seefracht-Lieferketten bargen in den letzten Jahren zahlreiche Herausforderungen. Bild: Green Oak/AdobeStock
Therese Meitinger
IT

Make global trade easy for everyone“ – das hat sich die Digitalspedition Flexport auf die Fahnen geschrieben. Das 2013 in den USA als Start-up gegründete Unternehmen ist seit 2018 auch in Hamburg vor Ort. Mit zuletzt rund 11.000 Kunden, 112 bespielten Ländern, etwa 3.000 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von drei Milliarden US-Dollar sieht Flexport sich mittlerweile eher als Scale-up. Der Anspruch ist jedoch derselbe geblieben: die „Black Box“ der internationalen Supply Chains zu erhellen.

„Im zukunftsweisenden SupplyChainManagement liegt der Unterschied in innovativen Lösungen und exzellentem Kundenservice. Unserere Plattform verbindet alle wichtigen Abläufe und Partner für eine einfache Logistik in einer leistungsfähigen Software. Sie unterstützt Unternehmen zum Beispiel bei der Expansion durch eine Optimierung ihrer Lieferketten sowie der Datenanalyse und bringt sie mit allen relevanten Partnern und Dienstleistern in unmittelbaren Kontakt“, sagt Daniel Hölzer, Communications Manager Europe bei Flexport.

Stau vorhersehen und umfahren

Besonders die Coronajahre stellten den globalen Handel vor eine Belastungsprobe. Hölzer vergleicht die Situation mit einem Verkehrsstau: Nur wenn ich frühzeitig weiß, was da auf mich zukommt, kann ich bessere Entscheidungen treffen, um auch einen Stau zu umfahren und so Zeit zu sparen. Flexport konnte sich dank seiner Plattform vor allem auf die hohe Datenqualität und deren Aufbereitung verlassen: „Wir haben auf der Plattform aktuelle Daten, die wir aus verschiedenen Quellen gewonnen haben, mit unterschiedlichen historischen Daten verglichen,um vorabsehen zu können, welche Seefrachtservices voraussichtlich schneller funktionieren als andere. So hatten wir die Möglichkeit, unsere Kunden in dieser Krisensituation entsprechend zu beraten“, erläutert Hölzer.

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Im Laufe des Jahres möchte das Unternehmen weitere Technologieprodukte auf den Markt bringen. Den ersten Aufschlag machte Flexport zuletzt mit einer Partnerschaft mit Shopify und der Integration der Flexport App auf der Shopify-Plattform. Die digitale Spedition hat zuletzt verstärkt Softwareentwickler eingestellt. „Unser Ansatz ist es, immer so kundenzentriert wie möglich zu arbeiten und die Barrieren in der globalen Lieferkette für Unternehmen jeder Größe abzubauen“, so Hölzer.

Als sich Flexport für den „Smart Solution Award“ 2022 bewarb – den LOGISTIK HEUTE, PwC und Strategy& 2023 im Rahmen der Supply Chain Awards erneut vergeben –, qualifizierte sich das Unternehmen für das Finale. Im November 2022 präsentierte der Anbieter seinen Ansatz dann bei den Finalisten-Pitches der Supply Chain Awards in Frankfurt am Main. Für Hölzer ein lohnendes Event: „Unser deutsches Büro in Hamburg wurde 2018 eröffnet, dann folgten bekanntlich ein paar Jahre, in die man nicht auf Events gehen konnte. Deswegen war es für uns quasi eines der ersten Events, um sich in der Branche weiterzuvernetzen und auch eine aktuelle Outside-in-Perspektive zu gewinnen“, beschreibt er.

Hölzer schätzte besonders den Austausch mit unterschiedlichen Stakeholdern im Wirtschaftsfeld Logistik und die Möglichkeit, abseits des täglichen Nine-to-five-Business zu diskutieren. „Dass Vertreter von MediaMarkt, Vitra PwC und Flexport sich für eine Stunde einschließen, um gemeinsam über aktuelle Entwicklungen und Lösungsansätze zu diskutieren, das gibt es sonst eher selten“, beschreibt Hölzer die Working Sessions auf dem Event.

Therese Meitinger

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