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Gastkommentar: Kostenbetrachtung – Warum „Total Cost of Supply Chain“ der richtige Ansatz ist

Prof. Dr. Johannes Fottner, Lehrstuhl für Fördertechnik Materialfluss Logistik (fml), Technische Universität München (Bild: Technische Universität München - Fakultät für Maschinenwesen)
Prof. Dr. Johannes Fottner, Lehrstuhl für Fördertechnik Materialfluss Logistik (fml), Technische Universität München (Bild: Technische Universität München - Fakultät für Maschinenwesen)
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Matthias Pieringer

Der Einsatz von Big Data und die Vorteile der Digitalisierung bieten Unternehmen ganz neue Möglichkeiten, die Supply Chain zu optimieren. Entlang der Lieferkette existiert eine Vielzahl von Parametern, die bei der Optimierung eine entscheidende Rolle spielen. Dazu gehören beispielsweise die Flexibilität, das Bestandsniveau, Verfügbarkeiten bei Bedarfsschwankungen sowie Platzrestriktionen. Um all diese Parameter miteinander in Beziehung bringen zu können, werden die tatsächlichen Gesamtkosten der Supply Chain als gemeinsame Bewertungsgrundlage benötigt.

Die Herausforderung ist, alle relevanten Kosten in die Lösung mit einzubeziehen und nicht nur Vergangenheitsbetrachtungen anzustellen, sondern auch die erwarteten künftigen Mengen und Veränderungen zu berücksichtigen. Somit beginnt die dynamische Optimierung unter Total-Cost-Aspekten. Beispielsweise führt die Wahl des richtigen Transportprozesses unter Berücksichtigung der Transportkosten, Bestandszinsen, Handlingskosten und Behälterkosten zu ganz anderen Bündelungsansätzen und verändert die Bestandsstruktur.

Wie werden die relevanten Daten vollständig verfügbar und in eine Beziehung miteinander gesetzt? Hierzu hat Emporias Management Consulting gemeinsam mit dem Lehrstuhl fml der TU München ein Modell entwickelt, das es ermöglicht, fehlende Daten über Kostenrechner zu ergänzen, relevante Daten aus der Administration zuzuordnen und die Vergleichbarkeit aller Daten herzustellen.

Die Potenziale bei der Einsparung von Kosten sind hoch zu bewerten – das haben Industrieunternehmen in einem Expertenkreis an der TU München nochmals unterstrichen. Denn hier geht es darum, die vorhandenen Strukturen grundsätzlich zu überdenken. Die Supply-Chain-Gestaltung unter Gesamtkosten-Aspekten ist somit mehr als nur eine funktionsspezifische Optimierung.

Die Anforderungen an eine flexible Logistik werden nach Einschätzung der Experten weiterhin zunehmen. Um eine Flexibilisierung und Dynamisierung der Prozesse zu gewährleisten, ist eine Basistransparenz aller anfallenden Kosten nötig. Erst eine ganzheitliche Kostentransparenz ermöglicht eine fundierte Entscheidungsfindung.

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Artikel Gastkommentar: Kostenbetrachtung – Warum „Total Cost of Supply Chain“ der richtige Ansatz ist
Seite 8 | Rubrik MARKTGESCHEHEN
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