15 Europäer/innen bei L'Oréal Karlsruhe: Erfahrungen aus Praktika und Diplomarbeiten: L'Oreal - Praktikum mit Verantwortung

Redaktion (allg.)

Was haben fünfzehn deutsche, eine polnische, zwei chinesische, eine indische und fünf französische Studenten und Studentinnen aus fünfzehn europäischen Universitäten und Fachhochschulen gemeinsam? Sie alle haben im Jahr 2005 im L’Oréal Logistikzentrum in Karlsruhe ein Praktikum absolviert oder eine Diplomarbeit geschrieben. Einige erzählen hier von ihren Erfahrungen.

Bei L’Oréal in Karlsruhe absolvierte ich im Rahmen meines Praxissemesters ein sechsmonatiges Praktikum in der Logistik von Garnier und Maybelline Jade. Ich bin eine Studentin der Fachhochschule Karlsruhe und studiere Wirtschaftsingenieurwesen mit dem Abschluss Master.
Die Aufgaben der „Organisation Logistique“ (OrgLog), in der ich eingesetzt war, sind sehr vielfältig und abwechslungsreich. So bestellen wir beispielsweise täglich Ware, wie Hautcremes, dekorative Kosmetik und Haarpflegeprodukte bei L’Oréal-Produktionsstätten in Karlsruhe, Frankreich, Belgien sowie in Italien. Außerdem geben wir Informationen über Produkte, Lagerbestände und Lieferfähigkeiten an angrenzende Abteilungen wie den Kundenservice und den Vertrieb sowie an die Fabriken weiter.
Als Praktikantin half ich zudem im Tagesgeschäft mit, wobei es sehr unterschiedliche Arbeiten zu erledigen gab. Beispielsweise war ich dafür verantwortlich, von verschiedenen Maybelline-Produkten Tester konfektionieren zu lassen, damit bei unseren Kunden Lippenstifte zum Ausprobieren bereitstehen. Außerdem erstellte ich täglich Informationsblätter über die Lieferfähigkeit unserer Produkte für Vertrieb, Marketing, Wareneingang, Kundenservice und die Geschäftsführung. Tägliche Telefonate mit unseren Fabriken, den Kollegen in Düsseldorf und externen Dienstleistern gehörten auch dazu.
Die Arbeit in der Logistikabteilung hat mir einen sehr guten Einblick in Waren- und Kommunikationsabläufe verschafft. Auf Grund der komplexen Strukturen und der vielfältigen IT-Anwendungen entstanden häufig Fragen, die stets sehr gut und sorgfältig von den Mitarbeitern beantwortet wurden. Während des Praktikums war selbstständiges wie auch flexibles Arbeiten gefragt, was innerhalb der engagierten Arbeitsatmosphäre der OrgLog gut zu bewältigen war.
Ich bin Studentin an der FH Karlsruhe und im Studiengang internationales Management eingeschrieben. Letztes Jahr habe ich bei L’Oréal ein Praktikum im Bereich Informations-Technologie absolviert, bei dem ich an einem Projekt zum Thema Supply Chain mitgearbeitet habe. Dieses Praktikum hat mich zu der Entscheidung bewogen, mein sechsmonatiges Praxissemester im Bereich Logistik zu absolvieren. Der Schwerpunkt des Praktikums lag in der Lohnveredlung, wo ich engen Kontakt zu Lohnveredlungsfirmen hatte. Dabei machte ich erste Erfahrungen mit den „5 R’s“ der Logistik: die richtige Menge, zur richtigen Zeit, am richtigen Ort, mit der richtigen Qualität und zum richtigen Preis zu liefern. Es war sehr interessant, stets bei den Gesprächen mit den Kollegen von Marketing sowie mit den Lohnveredlern dabei zu sein. Einige Zeit später habe ich selbstständig die Gespräche mit den Lohnveredlern geführt und die notwendigen Arbeiten organisiert.
Zu meinen Zuständigkeiten gehörte auch das Anlegen von Lieferungen im EDV-System. Schon nach kurzer Zeit lernte ich, welche wichtigen Punkte in bestimmten Sonderfällen zu beachten sind. Außerdem habe ich an einem Projekt zur Einführung eines neuen Kommissioniersystems mitgearbeitet.
Durchhaltevermögen ist eine wichtige Eigenschaft, denn man arbeitet auch unter Zeitdruck. Meine beiden Vorgesetzen waren zuvorkommend, hilfsbereit und stets offen für Kritik, Anregungen und Fragen. Auch die Zusammenarbeit mit den anderen Kollegen war sehr gut.
Ein besseres Praktikum hätte ich mir nicht vorstellen können, denn auch wenn es am Anfang schwierig war, so viel Verantwortung zu übernehmen, war es wichtig, diese Erfahrungen zu machen. Ein Praktikum mit so viel Verantwortung ist eine optimale Vorbereitung auf das spätere Berufsleben!


Der Einsatz von Praktikanten ist uns wichtig, um ständig in Kontakt mit den verschiedenen Hochschulen zu sein. Praktikanten bringen durch ihre Fragen und ihre Arbeitsweise neue Ideen und aktuelles Wissen mit in ihre Arbeit ein. Für die Studenten ist das Praktikum eine besondere Gelegenheit ihre Fähigkeiten und ihr Know-how unter Beweis zu stellen, und L’Oréal hat die Möglichkeit Potenziale zu entdecken. Mit Praktikanten, die sich bewährt haben, wird auch nach Ende ihres Praktikums Kontakt gehalten.
Sie erhalten Einladungen zu unseren Business Games wie dem e-strat-challenge, bekommen die Möglichkeit als Werksstudent zu arbeiten oder die Diplomarbeit bei uns zu schreiben. Und es ist nichts Ungewöhnliches wenn ein ehemaliger Praktikant auch seinen Berufseinstieg bei uns findet Hanne Gutjahr: Ex-Praktikantin, jetzt verantwortlich für die mittelfristige Beschaffung und Bestandsplanung in der Division Professionelle Produkte bei L’Oréal Deutschland
„Ich hoffe, dies ist sowohl für die Firma L’Oreal als auch für Sie die richtige Entscheidung“ - Dies waren vor mehr als fünf Jahren die Worte des damaligen Personalleiters des Logistikzentrums Karlsruhe, als ich mich entschied, dort mein Praxissemester zu absolvieren. Dass sich diese Aussage auf mehr als die kommenden sechs Monate beziehen würde, war für mich zu diesem Zeitpunkt noch nicht absehbar. Während des Praktikums nahm ich an SAP-Schulungen teil, habe eigenverantwortlich in der Auftragsabwicklung gearbeitet und erste Einblicke in das kurzfristige Bestandsmanagement sowie in die Prozesse der Lohnveredlung gewonnen.


In den folgenden Jahren war ich immer wieder während meines Studiums der internationalen Betriebswirtschaftslehre an der FH Pforzheim als Werkstudent im Logistikzentrum für den Bereich L’Oréal Paris tätig. Neben der Übernahme kleinerer Projekte und der Arbeit als Bestandsmanager betreute ich komplette Produktbereiche selbstständig. Zugleich konnte ich auch erste Kontakte zur Zentrale in Düsseldorf knüpfen.
Im Anschluss an zwei Studienaufenthalte im Ausland schrieb ich dann auch meine Diplomarbeit bei L’Oréal. Dabei erhielt ich Einblicke in die Supply Chain weit über das Logistikzentrum Karlsruhe hinaus, in die Zusammenarbeit mit den weltweiten Fabriken und in die Abläufe zwischen den unterschiedlichen international Funktionen. Noch vor Ende der Diplomarbeit besuchte ich eine Schulung zum ‚Managing Market’s Supply Flows’ in Spanien. Dies diente als Einführung in meinen zukünftigen Job bei L’Oréal im Bereich der mittelfristigen Beschaffung und Bestandsplanung in der Division Professionnelle Produkte. Vor Ort gewann ich unter anderem Einblicke in das internationale Distributionszentrum der Division, von dem aus Logistikzentren in ganz Europa beliefert werden.

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Mittlerweile arbeite ich bei L’Oréal in Düsseldorf in der logistischen Schnittstelle zwischen dem Logistikzentrum Karlsruhe, dem Vertrieb und Marketing sowie der internationalen Logistik in Frankreich. Die Warenflüsse der Haarkosmetika, die ich täglich abstimme, erstrecken sich ebenso wie die Kommunikationskanäle über den gesamten Globus.
Der Überblick über die unternehmensinternen Logistikprozesse, den ich als Praktikantin, Werkstudentin und Diplomandin gewonnen habe, sowie die Netzwerke, die ich zu dieser Zeit geknüpft habe, kommen mir nun täglich zu gute. Die Tatsache, dass L’Oréal bereits Praktikanten volle Verantwortung überträgt, erleichterte den Einstieg ‚on the job’ erheblich. Die Möglichkeit zwischen den Divisionen zu wechseln, erlaubte mir eine berufliche Entwicklung von der kurzfristigen Logistik in die mittelfristige Planung und Steuerung. Zugleich bot mir der Wechsel vom Bereich Consumer Products in den Friseurmarkt neue Perspektiven. Die internationale Ausrichtung meines Studiums kommt meiner Tätigkeit in der Liaison Logistique täglich zu gute.


L’Oréal Logistikzentrum Karlsruhe
Das L’Oréal Logistikzentrum in Karlsruhe ist Drehscheibe für die Distribution der Produkte von L’Oréal Paris, Garnier/Maybelline Jade sowie L’Oréal Professionnel, Kérastase und Redken. Zehn L’Oréal-Fabriken aus ganz Europa und den USA beliefern das Logistikzentrum. Von dort wird die Ware an die Kunden – Friseure, Drogeriemärkte, Kaufhäuser und Verbraucher-märkte – in ganz Deutschland ausgeliefert. Jedes Jahr werden ca. 630.000 Aufträge kommissioniert und an die Zentrallager bzw. die Verkaufspunkte der Kunden geliefert. Das bedeutet höchste Anforderungen an die Koordination von Wareneingang, Bestandsüberwachung, Kundenservice, Kommissionierung und Versand. Neben den technischen Hilfsmitteln und einer modernen Informationstechnologie (IT) sind vor allem die Mitarbeiter gefordert, jeden Tag dafür zu sorgen, dass die Ware rechtzeitig in hoher Qualität beim Kunden ankommt.

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