SCM: Immer einen Schritt voraus

Eine Real-Time-Visibility-Plattform für Supply Chains sollte Verlader auch dabei unterstützen, die Auswirkungen der geschätzten Ankunfts- und Verweilzeiten zu verstehen.

 Bild: Panithan/AdobeStock
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Matthias Pieringer
SCM

Vor einigen Jahren war die Real-TimeVisibility vor allem für die grundlegenden Anwendungsfälle im Transportwesen gedacht: die Sendungsverfolgung, die Schätzung der voraussichtlichen Ankunftszeiten und die Berechnung der Verweilzeiten. Inzwischen haben sich die Anforderungen jedoch geändert: Heute muss eine Real-Time-Visibility-Plattform für Lieferketten nicht nur diese grundlegenden Anwendungsfälle abdecken, sondern Verlader auch dabei unterstützen, die Auswirkungen der geschätzten Ankunfts- und Verweilzeiten zu verstehen. Eine solche Plattform sollte bei der Lösung komplexer Probleme helfen können, zum Beispiel bei der Optimierung der Personaleinsatzplanung, der Verwaltung von Sicherheitsbeständen und der Bestandsplanung.

Um wirklich effektiv zu sein, muss die Echtzeittransparenz funktionale Silos aufbrechen und mit Systemen jenseits der traditionellen TMS oder ERP-Systeme integriert werden. Die Entwicklung neuer Anwendungen, die Visibility-Daten aus allen Bereichen der Supply Chain zusammenführen, ist entscheidend für eine schnelle und intelligente Entscheidungsfindung. Bei der Plattform FourKites wird zum Beispiel die SupplyChainVisibility operationalisiert, um die Arbeit der Frontline-Mitarbeiter zu beschleunigen, indem verschiedenen Abteilungen – darunter Kundenerfolgs-, Bestands-, Produktions- und Beschaffungsteams – zuverlässige und nützliche Daten geliefert werden.

Durch die Verbindung von Technologien der künstlichen Intelligenz mit einem riesigen Datennetz können Kunden, die Visibility nutzen, Upstream-Prozesse verbessern sowie Störungen vorhersagen und diese verhindern, noch bevor eine Lieferung eingeleitet wird. Dank eines solchen proaktiven Ansatzes sind die Mitarbeiter in der Lage, Risiken zu bewerten, potenzielle monetäre Auswirkungen zu quantifizieren, notwendige Materialien schneller zu organisieren und Kundenerwartungen effektiv zu managen, wodurch kostspielige Eskalationen vermieden werden.

Jenseits des Hypes

Wir befinden uns zweifellos in einer Ära des technologischen Hypes, in der der Weg von der Innovation zur allgemeinen Akzeptanz oft mit großen Versprechungen, Erwartungen und manchmal auch Enttäuschungen verbunden ist. Der Technologiemarkt brachte Innovationen hervor, die entweder zu viel versprochen und zu wenig geliefert haben, ihrer Zeit voraus oder einfach nur Illusionen waren.

Dieser allgegenwärtige Hype um die Technologie veranlasste das Beratungsunternehmen Gartner, den „Hype Cycle“ zu entwickeln, ein Modell, das einen Überblick darüber gibt, wie sich eine Technologie oder Anwendung im Laufe der Zeit entwickeln wird, und den Lebenszyklus der Technologie in die fünf wichtigsten Phasen gliedert: Technologischer Auslöser, Gipfel der überzogenen Erwartungen, Tal der Enttäuschungen, Pfad der Erleuchtung und Plateau der Produktivität.

Ein Blick auf den Hype Cycle von Gartner für Supply Chain Execution Technologies zeigt, dass nur sehr wenige Technologien, darunter Blockchain, digitale Zwillinge und Lieferdrohnen, konsequent von Phase 1 zu Phase 4 oder 5 vorgedrungen sind.Warum ist also davon auszugehen, dass KI-gestützte Supply-Chain-Visibility-Plattformen mehr als ein Hype sind?

Wenn man über die Erfolge und Misserfolge vergangener Technologien nachdenkt, erkennt man mehrere wichtige Voraussetzungen, die eine Technologie erfüllen muss, um sich im Bereich der Lieferkettenabwicklung durchzusetzen. Dazu gehören die Lösung eines spezifischen Kundenproblems, ein wesentlicher „hoher“ oder „transformationaler“ Nutzen gemäß dem „Benefit Rating“ von Gartner, die Bereitschaft des Ökosystems, die Implementierung voranzutreiben, die Integration mit anderen Systemen und eine kurze Zeitspanne bis zur Wertschöpfung.

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Herausforderungen meistern

Und hier schließt sich der Kreis: Bei der Echtzeittransparenz handelt es sich nicht mehr nur um die Verfolgung von Sendungen. Entscheidend ist es, genaue Daten und nützliche Informationen bereitzustellen, die Unternehmen dabei unterstützen, die Herausforderungen ihrer Lieferketten effizient und effektiv zu meistern. Mit Blick auf die Zukunft sind wir bei FourKites davon überzeugt, dass Real-TimeVisibility über den Hype hinausgeht und den Weg für intelligente Lieferketten ebnet, die reaktionsschnell und agil sind und die Anforderungen eines dynamischen Marktes erfüllen können.mp

Autor: Matt Elenjickal, Gründer und Chief Executive Officer von FourKites, Chicago (USA).

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Seite 14 bis 15 | Rubrik LOGISTIK-IT