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Redaktion (allg.)

Spitzenverdiener in der Logistik sind die Geschäftsführer. Trotz Wachstumsboom rangiert die Logistikbranche im Vergleich zu anderen Industrien und Berufsfunktionen aber immer noch am unteren Ende der Gehaltsskala. In der Industrie werden außerdem deutlich höhere Gehälter gezahlt als bei reinen Logistikunternehmen. Das sind die zentralen und wichtigen Ergebnisse der aktuellen Vergütungsstudie „Führungskräfte und Spezialisten in der Logistik 2006/2007“.Die Studie spiegelt erstmals umfassend das Gehaltsgefüge des gesamten deutschen Logistikmarktes wider. Sie analysiert die Jahresentgelte von Mitarbeitern in Industrie, Handels- und Logistikdienstleistungs-unternehmen. Vom Logistikleiter über den Disponenten und Speditionsleiter bis hin zum Lager und Versandmitarbeiter: Für 30 verschiedene Berufe, die in der Studie jeweils noch einmal nach Führungs- und Fachfunktionen sowie Unternehmensgrößen aufgeschlüsselt wurden, zeigt die Studie detailliert auf, wie sich die Gehälter zusammensetzen. Insgesamt sind 12.615 Gehaltsdatensätze in die Auswertung eingeflossen.

Spitzenverdiener in der Logistikwirtschaft sind die Geschäftsführer mit durchschnittlich rund 109.500 EUR jährlich. Im Branchenvergleich kommt dieses Durchschnittsgehalt aber eher bescheiden daher. Was damit zusammenhängt, dass die Logistikbranche von kleinen und mittleren Unternehmen geprägt ist. Fast 60 Prozent aller Unternehmen, deren Daten in die Studie eingeflossen sind, haben 100 oder weniger Mitarbeiter. Bei den allgemeinen Funktionen liegen außerdem IT-Chefs (96.400 EUR) und Vertriebsleiter (91.700 EUR) mit ihren Gehältern am oberen Ende der Skala.

Bei den reinen Logistikfunktionen sind es die Verantwortlichen aus den Bereichen Einkauf (76.400 EUR), Materialwirtschaft (74.300 EUR) und Kontraktlogistik (68.100 EUR). Bei den Funktionen ohne Personalverantwortung werden IT-Verantwortliche mit einem durchschnittlichen Jahresbruttogehalt in Höhe von 61.600 EUR am besten bezahlt. Bei den reinen Logistik-Funktionen ohne Personalverantwortung sind es die Speditionsleiter (rund 47.500 EUR), Mitarbeiter in der Materialwirtschaft (42.000 EUR) sowie Mitarbeiter im Einkauf (41.800 EUR). Am unteren Ende der Gehaltsskala finden sich hier Funktionen wie Versand (knapp 30.000 EUR), Berufskraftfahrer (26.700 EUR) und Mitarbeiter in der Lagerwirtschaft (25.200 EUR).

In Industriekonzernen wird, auch dies ist ein Ergebnis der Studie, bei gleicher Qualifikation eines Mitarbeiters deutlich mehr gezahlt als in Logistikkonzernen. So werden die Gehälter von Funktionen wie Disposition, Zollwesen, Berufskraftfahrer, Gefahrgutbeauftragter oder Fuhrparkmanager in Industriekonzernen um durchschnittlich 14,5 Prozent besser entlohnt als bei Logistikkonzernen. Bei kleineren Unternehmen allerdings relativiert sich das Bild: Hier liegt die Differenz durchschnittlich nur noch bei knapp sechs Prozent. Bei bestimmten Funktionen kann sie sich sogar ganz umdrehen (siehe Grafik). Hinzu kommt, dass der Nachteil eines kleinen Unternehmens häufig ausgeglichen wird durch mehr Verantwortung, flachere Hierarchien und schnelle Entscheidungswege.

Ob sich die eigene Vergütung gemäß dem Branchentrend verhält, liegt auch in der Logistik immer häufiger am Mitarbeiter selbst: Gehälter werden nämlich zunehmend erfolgsabhängig strukturiert. Der Anteil an variabel vergüteten Stellen ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen – bei Arbeitsverhältnissen mit Personalverantwortung genauso wie bei Arbeitsverhältnissen ohne Personalverantwortung.

Bei den Fachkräften ist der Anteil derjenigen, die einen Teil ihres Gehalts erfolgs- oder umsatzabhängig bekommen, noch eher gering und liegt erst bei elf Prozent (in Logistikunternehmen) beziehungsweise 14 Prozent (in der Industrie). Hier ist den nächsten Jahren aber eine kräftige Zunahme zu erwarten.

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Bei den Führungskräften dagegen liegt der variable Anteil an der Vergütung bereits heute deutlich höher: 55 Prozent aller Führungskräfte in der Logistik erhalten variable Bezüge. Zum Vergleich: Im Jahr 2001 waren es 39 Prozent. Vergleicht man Höhe und Anteil der variablen Vergütung von Führungskräften in der Logistik mit denen von Führungskräften in anderen Branchen, wird deutlich, dass in der Logistik momentan noch weniger variable Gehaltsbestandteile gezahlt werden als in anderen Branchen. Es ist aber zu erwarten, dass der Anteil leistungs- und erfolgsbezogener Komponenten am Gesamtgehalt, wie in anderen Branchen auch, auf über 20 Prozent steigen wird.

Zur Studie

Sämtliche Ergebnisse lassen sich in der Vergütungsstudie „Führungskräfte und Spezialisten in der Logistikwirtschaft 2006/2007“ nachlesen. Die Studie enthält auf 530 Seiten detaillierte Angaben zur Höhe und Struktur der Vergütung von 18 Führungsfunktionen, 22 Fach- und Spezialistenfunktionen in Industrie und Logistik sowie bei Logistik-Dienstleistern. Die Studie richtet sich an Geschäftsführer, Personalleiter und Personalverantwortliche in Industrie und Logistik sowie bei Logistikunternehmen. Sie kann zum Preis von 490 EUR zzgl. MwSt. und Versandkostenpauschale unter der Telefonnummer 040/41345430, per Email: bestellung@personalmarkt.de oder online unter www.personalmarkt.de bestellt werden.

Autor: Tim Böger, Geschäftsführer von PersonalMarkt und Projektleiter der Studie „Führungskräfte und Spezialisten in der Logistik 2006/2007“

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Artikel Industrie zahlt höhere Gehälter für Logistiker
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