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Vernetzung: Einkauf definiert Aufgaben und Rollen neu

Heinz Pechek, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied, Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik in Österreich (BMÖ), Wien - Foto: BMÖ
Heinz Pechek, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied, Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik in Österreich (BMÖ), Wien - Foto: BMÖ
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Redaktion (allg.)
GASTKOMMENTAR

Die Vernetzung schreitet in den Unternehmen unaufhaltsam voran – wenn auch in unterschiedlichem Tempo. Der Druck steigt gleichermaßen auf alle: Es gilt, sich in digitalisierten Wertschöpfungsketten neu zu positionieren. Zukunftsszenarien zufolge wird der Einkauf zum Key Player in der digitalisierten Lieferkette und in der Kunden-Lieferanten-Beziehung, sei es in Prozessen, in Versorgungs- und Beständepolitik, in Vertrags- und Lieferantenpolitik. Zur Zeit-, Kosten-, Qualitäts-, Versorgungs- und Innovationsverantwortung wird die (Mit-)Verantwortung für die 4.0-Fähigkeit des Unternehmens hinzukommen.

Hohe Ansprüche! Aber noch sucht der Einkauf nach Definitionen, Strategien und neuen Wegen, um dieser Rolle gerecht werden zu können. Die Fragen lauten unter anderem: Wann stimmen endlich die IT-Systeme? Wann passen die Prozesse? Wann lassen sich aus Strategien heraus Ziele reibungslos operationalisieren? Eins steht fest: Das bloße Ersetzen bisheriger Prozesse durch neue Technologie wird nicht zum gewünschten Produk­tivitätssprung führen.

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Hochverfügbar und tiefgekühlt: eine eiskalte Erfolgsgeschichte

Smart Factories, stark individualisierte Produkte bis Losgröße 1 und der Kommunikationsweg Maschine-Maschine werden Rollenbild und Qualifikationsprofil des Einkäufers massiv verändern. Das bisher schon ausgeprägte technologische Expertenwissen muss um Informatikverständnis erweitert werden. Der Einkauf braucht Expertenwissen in Sachen Big Data, Risikomanagement, Verträge, Recht, Daten­sicherheit, Innovationsgenerierung, Plattformen und Partnerschaften. Kernbereiche werden neu definiert. Andere „klassische“ Felder wie Preisverhandlungen für Standardmaterial und eine Reihe administrativer Tätigkeiten verlieren an Bedeutung. Nicht nur Praktiker haben ihre Hausaufgaben zu erledigen. Verbände und Politik sind gefordert, notwendige Rahmenbedingungen mit Nachdruck einzufordern oder zu schaffen.

Die Digitalisierung wird Arbeitsplätze ersetzen, aber langfristig zu mehr Jobs führen. Die Grundlage dafür liegt in unseren Händen. Der BMÖ stellt sich mit seiner Task Force Einkauf 4.0 dieser Verantwortung.

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