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SAP: Neue Chancen und offene Fragen

Jörg Steinhorst, Sprecher des Arbeitskreises BI & Analytics der Deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe e. V. (Foto: DSAG)
Jörg Steinhorst, Sprecher des Arbeitskreises BI & Analytics der Deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe e. V. (Foto: DSAG)
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Redaktion (allg.)
GASTKOMMENTAR

Mit der Vorstellung von SAP BW/4HANA, der neuen Data-Warehouse-Anwendung für digitale Geschäftsprozesse mit Echtzeitdaten, wurden die Zweifel be­seitigt, ob das bestehende SAP Business Warehouse (SAP BW) weiterentwickelt wird. Außerdem konnte damit die Ungewissheit beendet werden, ob S/4HANA als nächste Business-Suite-Generation das SAP Business Warehouse ersetzen wird. Vor diesem Hintergrund wollen wir als Deutschsprachige SAP-Anwendergruppe eines klarstellen: Aus unserer Sicht ist SAP BW/4HANA ein neues Produkt und kein Nachfolger von SAP BW. Das heißt, signifikante Weiterentwicklungen werden von SAP nur für BW/4HANA zugesagt. Wie BW-Bestandskunden damit umgehen, wird noch zu diskutieren sein. Eine Roadmap mit den wichtigsten Neuerungen für die nähere Zukunft hat SAP bereits vorgelegt. In diesem Zusammenhang bietet SAP zum Beispiel den Betrieb in der HANA Enterprise Cloud und eine Integration mit anderen Cloud-Angeboten.

Analog zu S/4HANA hat SAP begonnen, alte Zöpfe abzuschneiden, wie die Plattform für Geschäftsanwendungen SAP NetWeaver oder die grafische Benutzeroberfläche SAP Graphical User Interface (SAP GUI). Außerdem werden Restriktionen über Bord geworfen, die zum Beispiel durch die Unterstützung unterschiedlicher Datenbankplattformen entstehen. Zudem wird weitere Funktionalität in die HANA-Plattform verlagert, direkt dort genutzt oder neu entwickelt, wie zum Bei­spiel die Daten­archivierung.

Aus Sicht der Logistik ist dabei besonders interessant, dass SAP BW/4HANA eine tragende Rolle im Rahmen der SAP-Strategie rund um die Digitalisierung und des Internet of Things übernehmen wird. Damit bietet der Wechsel auf BW/4HANA eine Chance, bestehende Lösungen umfassend zu verschlanken, zu modernisieren und für kommende Anwendungen neu aufzustellen – entweder über eine schrittweise, teilweise automatisierte Migration oder über eine technische Neuimplementierung.

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Die Aufwände für den Wechsel sind zwar höher als bei einem einfachen Versionsupgrade, dennoch begrüßt die DSAG die Produktdefinition und Positionierung von BW/4HANA „neben“ S/4HANA. Kamen doch wesentliche Impulse dafür auch aus der Zusammenarbeit mit dem DSAG Arbeitskreis BI & Analytics. Es bleiben jedoch Fragen offen: Welche neuen Entwicklungen sind im traditionellen BW noch zu erwarten? Wann werden welche auf BW basierenden Produkte (zum Beispiel BusinessObjects Planning and Consolidation SAP BPC) verfügbar sein? Welche Unterstützung erhalten Kunden bei der Migration?

Die DSAG hat zu diesem Themenbereich die Arbeitsgruppe Business Analytics Plattform gegründet. Deren Aufgabe ist es, die Weiterentwicklung von BW4/HANA konstruktiv kritisch zu begleiten und den DSAG-Mitgliedern ein Forum für den Austausch innerhalb des Gremiums sowie mit SAP zu diesem Thema zu bieten.

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