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Luftfracht: Warum es einen digitalen Ruck braucht

Prof. Dr. Christopher Stoller, Präsident des Aircargo Club Deutschland Bild: Aircargo Club Deutschland/Juri Junkov
Prof. Dr. Christopher Stoller, Präsident des Aircargo Club Deutschland Bild: Aircargo Club Deutschland/Juri Junkov
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Redaktion (allg.)

Wir brauchen einen digitalen Ruck in der Luftfracht und besonders in der Ex- und Importnation Deutschland. Die Beteiligten in der Luftfrachtkette müssen bei der Digitalisierung der Abläufe stärker zusammenarbeiten. Der Druck kommt aus Asien, und Akteure auf dem deutschen Markt dürfen nicht warten, bis die digitalen Prozesse in der Luftfracht nur noch über Plattformen außerhalb Europas abgewickelt werden. Es gilt, nicht nur die einzelne Beteiligten, also Verlader, Spediteure, Ground Handlers und Fluglinien, sondern auch die Zwischenglieder, zum Beispiel den Zoll, in die digitale Prozesskette mit einzubinden.

Leider sieht die aktuelle Situation noch anders aus. Vielerorts sind Papierunterlagen noch immer der Standard. Digitale Frachtpapiere, sogenannte Electronic Air Waybills (e-AWB), können nur auf einem Teil der Transportkette eingesetzt werden. Durch den zerstückelten Speditionsmarkt wächst die Gefahr, dass Global Player wie Alibaba oder Amazon durch ihre digitalen Plattformen den Markt an sich reißen. Zugleich drohen digitale Plattformen der Intregratoren. Wenn die Luftfrachtindustrie nicht schnellstens zu einem Konsens findet, ist das Flugzeug bald abgeflogen. So kommt es auch, dass bedeutende Carrier wie Lufthansa Cargo oder Cargolux anstreben, den Anteil von digitalen Frachtpapieren deutlich zu erhöhen.

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Mittelständler kritisieren allerdings, dass die Großen versuchen, zwar eigene Standards zu entwickeln, aber diese nicht für alle Marktteilnehmer öffnen. Von ihnen wird bemängelt, dass, wenn nicht alle gemeinsam an einem Strang ziehen, es auch in zehn Jahren keine durchgehende e-AWB geben werde. Mit Einführung von mehr Digitalem stellt sich jedoch die nächste Herausforderung – der Datenschutz. Betrachtet man die derzeitige Gemengelage, so kann es nur das Ziel des Aircargo Clubs Deutschland sein, die Luftfrachtbranche fit für die digitale Zukunft zu machen. Deshalb werden wir den Ideenaustausch in der Branche weiter anregen, damit die Unternehmen in Deutschland den digitalen Wandel erfolgreich meistern.

Foto: Aircargo Club Deutschland/Juri Junkov

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Artikel Luftfracht: Warum es einen digitalen Ruck braucht
Seite 8 | Rubrik GASTKOMMENTAR
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