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Kreislaufwirtschaft: Initiative der Hersteller ist gefragt

Patrick Wiedemann, CEO der Reverse Logistics Group, München (Foto: RLG)
Patrick Wiedemann, CEO der Reverse Logistics Group, München (Foto: RLG)
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Redaktion (allg.)
Gastkommentar

Zu Recht sehen meiner Ansicht nach derzeit viele im Modell der Kreislaufwirtschaft ein probates Mittel zur Etablierung einer effizienteren Ressourcennutzung sowie gleichermaßen einen Ausweg aus der unendlich wachsenden Menge an nutzlosen Reststoffen. Das Konzept an sich ist allerdings keinesfalls neu und sämtliche Instrumente zur Umsetzung sind aus dem B2B-Bereich bekannt – und bereits vorhanden, müssen jedoch auf das komplexere Consumer Segment übertragen werden. Was dabei bislang meist fehlte, ist eine übergeordnete Instanz, die fähig und willig ist, Material- und Produktkreisläufe ganzheitlich und vollständig zu steuern.

Wer die Möglichkeit dazu hat, liegt klar auf der Hand: Es sind die Hersteller der Produkte, die – wenn sie das Kreislaufmodell als Grundsatzprinzip etablieren – größten Einfluss auf Nutzung und den Verbleib von Materialien und Produkten erlangen können. Über Rücknahmeprogramme oder mithilfe alternativer Produktbereit­stellung, beispielsweise durch Leasing oder bepfandete Leihgabe, könnten sie nicht nur den Rücklauf der Materialien und Ressourcen steuern, sondern – quasi nebenbei – die Rückkehr beziehungsweise die Entwicklung von stärker serviceorientierten Geschäftsmodellen und eine neuartige Bindung von Kunden sicherstellen.

Das technische Know-how, die logistischen Prozesse und notwendigen Daten für die einzelnen Schritte innerhalb des Kreislaufs sind einzeln alle vorhanden. Und es gibt hierzulande einige erfahrene Reverse-Logistics-Spezialisten, die bereit sind, als Brückenkopf die einzelnen Aktivitäten zu bündeln und zu steuern.

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